Kapitel 1
Endlich ist es wieder so weit. Ich kann es kaum erwarten, meine Herrin wiederzusehen. Was sie wohl heute mit mir machen wird? Sogleich spüre ich, wie sich mein Penis gegen den Keuschheitskäfig drückt und schmerzhaft eingeengt wird. Die Kontrolle über meine Orgasmen habe ich ihr abgegeben, freiwillig natürlich und jetzt trage ich ihn praktisch durchgehend.
In der Nachricht steht nur, dass es heute etwas ganz Besonderes wird, gefolgt von Anweisungen, wie ich mich auf das Treffen vorzubereiten habe und einem Standort.Sofort klicke ich auf den Link. Eine Eisdiele in der Stadt. Kritisch lege ich die Stirn in Falten. Was will sie da? Und als hätte sie mich gelesen, kommt eine neue Nachricht rein:
“Ich hab die bewusst gewählt und will heute auf ein Date ;) Wir machen einen langsamen Start in die Session. Und ich hatte seit eeeewigkeiten kein Eis mehr (du weisst ja, dass Luis kein Eis mag) und genau dafür bist du ja auch da! :D”
Ich weiss, dass sie kein echtes Date meint, denn meine Herrin hat selbst einen Dom, mit dem sie eine Liebesbeziehung führt und von dem sie gerade schreibt. Mich als Sub hat sie nur zum Spass. Und ich sie auch.
Wir haben uns über eine Online-Plattform kennengelernt. Anfangs war es nur Austausch unter zwei Subs, keiner hatte den Hintergedanken, dass wir jemals miteinander spielen würden. Aber da sind wir jetzt: sie als meine Herrin, ich als ihr Sklave und ihr Partner unser Dom, aber im Hintergrund.
Allerdings weiss ich nicht genau, wie sehr er tatsächlich mitmischt. Ich weiss, dass er sie unterstützt, aber nicht, wie viel Kontrolle er dabei wirklich hat. Manchmal kommt es mir vor, als würde sie nur nach seinen Anweisungen agieren. Als würde man spüren, dass jemand anderes im Hintergrund die Fäden in der Hand hält. Und genau das macht es für mich nur noch spannender und intensiver.
Auch wenn es nicht so scheint, spielen wir eigentlich zu dritt. Eingebunden sind alle, aber real spielen eigentlich nur Fiona und ich. Luis hält sich da mehr im Hintergrund. Dass ich ihm auch unterstellt bin, ist mir bewusst, aber kennengelernt habe ich ihn bisher nicht. Im Gruppenchat hat er mir auch schon die eine oder andere Anweisung gegeben.
Ein Blick auf meine Uhr verrät, dass ich los muss. Zur Kontrolle öffne ich den Chat mit Fiona nochmal und lese mir die Anweisungen durch.
Ich muss immer wieder schmunzeln, wenn ich lese, dass ich sie tatsächlich als “Herrin” abgespeichert habe. Das war ganz am Anfang für eine kleine Mutprobe, zurückgewechselt habe ich es, aber nie und jetzt fühlt es sich völlig normal an.
Im Kopf hake ich alles ab, was ich gemacht habe. Ein Blick in den Spiegel verrät, dass meine blauen Augen vor Freude leuchten und der dunkle Rollkragen perfekt sitzt. Meine kurzen braunen Haare sowieso. Gut gelaunt gehe ich los.
Schon von Weitem sehe ich sie: lange, gelockte, rote Haare. Geduldig steht sie vor der Eisdiele und wartet.
“Hey Muffin! Da bist du ja”, ruft sie mir fröhlich zu und grinst dabei breit.
Manchmal frage ich mich, wie ihr das nicht peinlich ist, mich so zu nennen. Damit zieht sie mich immer auf, seit ich ganz am Anfang in unserem Chat mal erwähnt habe, dass ich vielleicht darauf stehe. Und das, als noch in den Sternen stand, dass wir mal miteinander spielen.
“Ich freue mich, dich zu sehen, Miss”, antworte ich gegen Ende etwas leiser.
Sie zwinkert mir zu und weist auf die verschlossene Tür vor sich. “Ich bin hungrig. Wollen wir?”
Ein stiller Befehl. In der Öffentlichkeit habe ich mich wie ein Gentleman zu Verhalten. Und ich komme diesem Wunsch sehr gerne nach. “Natürlich!“, antworte ich mit einem Lächeln und öffne ihr sofort die Tür, damit sie vor mir eintreten kann.
Vor der Theke bleiben wir stehen und sehen uns das Angebot an. Keine fünf Sekunden später höre ich ein: “Coupe Dänemark für mich! Mit extra viel Sahne und Schokolade.” Leuchtend blicken mich ihre hellblauen Augen an.
Das ging ja schnell. Sie hat sich das Angebot bestimmt davor schon angesehen. Ich nicke, sehe ihr nach, wie sie davonstolziert, um sich ein Plätzchen zu suchen. Ihr Schritt ist elegant in den hohen Schuhen, das lange rote Haar weht sanft hinter ihr her. Auch wenn ich es nicht wüsste: alles an ihr strotzt vor Dominanz und Selbstbewusstsein. Aber sie hat mich als Sklaven ausgewählt. Ich grinse vor mich hin.
Mürrisch betrachtet mich der Mann hinter der Theke. Ich sehe es in seinem Blick er ist neidisch auf mich, weil meine Herrin einfach bezaubernd ist. Sie gehört zu mir! Stolz recke ich die Brust etwas und gebe die Bestellung auf. Mit den beiden Eisbechern mache ich mich auf den Weg zurück zu Fiona.
“Du hast Mango, oder?“, fragt sie plötzlich und blickt gierig auf mein Eis.
Oh, ich kenne den Blick... “Tatsächlich ist das der Exotic Dream mit Mango und Kiwi”, korrigiere ich.
Auffordernd blickt sie mich an. Kurz betrachte ich ihre langen Wimpern und den eiskalten Blick in ihren hellblauen Augen. Sofort schalte ich unbewusst in den Sub-Modus und halte ihr den Löffel hin, damit sie es versuchen kann.
“Mhm, nicht schlecht, mein Sklave. Du hast Geschmack.” Sie zwinkert mir zu und widmet sich wieder ihrem eigenen.
Unbewusst verspanne ich mich. So hat sie mich noch nie in der Öffentlichkeit genannt. Was, wenn es jemand mitbekommen hat? Ich sehe mich unauffällig um, aber es scheint niemand gehört zu haben. Erleichtert atme ich aus.
Wie mit einer guten Freundin tausche ich mich mit ihr über das Erlebte der letzten Tage aus, bis sie plötzlich einen Switch macht.
“Ich hab Durst. Du hast vergessen, mir ein Getränk zu bringen!”
Ganz klar eine Aufforderung und da schwingt auch Missbilligung mit, weil ich nicht selbst daran gedacht habe. Jetzt kann ich nur hoffen, dass sie mir das nicht übel nimmt.
“Natürlich, Miss. Sofort!” Ich entschuldige mich mit einem Nicken und flitze zur Theke zurück. “Zwei Eistee, bitte.” Kurz darauf werden mir die Becher hingestellt. Schwungvoll drehe ich mich um und haste zurück, damit sie nicht noch länger warten muss.
Zu spät bemerke ich die Person vor mir, da hat sie mich bereits angerempelt und ich erschrocken habe die Becher fallen lassen. Bevor ich es überhaupt realisiere, ist es schon passiert: Der Inhalt unserer Getränke verteilt sich auf dem Boden und ... ich folge der nassen Spur zu ihren Schuhen, die in der Pfütze stehen.
Scheisse! Ich fluche innerlich und bleibe wie versteinert stehen. Die Sekunden ziehen sich wie Kaugummi. Mein Puls rast. Das wird sie mir nicht einfach so durchgehen lassen.
Langsam hebt sie den Blick von ihren Schuhen zu meinen Augen. Ihr Blick bohrt sich eisig in mich ein Schauer läuft mir den Rücken hinab.
“Sorry”, murmelt die Person, die mich angerempelt hat halbherzig und geht weiter, ohne sich umzusehen.
War das Absicht? Oder war ich einfach unachtsam? Mit grossen Augen starre ich ihm Hinterher und dann wieder meine Herrin an.
“Ernsthaft? Muffin!” Ihre Stimme ist genervt und bedrohlich leise.
Das ist so demütigend, aber verdient. Ich hab’s verbockt. Auf ganzer Linie. “Ich... Miss, es... es tut mir leid. Ehrlich. Es war keine Absicht!”
“Natürlich nicht. Du bist es nie.” Eiskalt bohren sich ihre Augen in meine, Ironie tropft aus jedem Wort. “Was glaubst du, wie das aussieht? Mein hübscher kleiner Sklave bringt mir ein Getränk und kippt es über meine Schuhe. Du bist so ein Nichtsnutz, echt!” Sie verdreht die Augen, wird lauter.
Beschämt senke ich den Kopf, mein Magen zieht sich krampfhaft zusammen. Vom Nebentisch höre ich Kichern. Es ist mir so unangenehm. Ich würde am liebsten im Boden versinken und doch spüre ich diesen bekannten Schmerz: mein Penis pocht hart gegen den Käfig.
“Putze es! Auf deinen Knien!“, knurrt sie mich an.
Wie in Trance sinke ich auf den Boden. Womit denn? Überfordert sehe ich zu ihr hoch.
“Dein T-Shirt...“, sagt sie mit kühlem Blick.
Panik steigt in mir auf. Hier? Ein weiterer Blick in ihre Augen reicht, als würden sie “Sofort!“, schreien. Ich gehorche ohne Widerworte. Vor diesem Blick habe ich mehr Angst als vor allen anderen hier. Diese Strafe für meinen Ungehorsam will ich nicht.
Ohne weiter nachzudenken, ziehe ich mein Shirt aus und beginne, ihre Schuhe zu säubern. Die Blicke der anderen bohren sich in meinen Rücken. Halb beschämt, halb erregt putze ich sie gründlich sauber.
Mein Halsband ist jetzt deutlich sichtbar. Und als wäre das nicht schon genug, sieht man auch den Gurt, der weiter nach unten führt. Dorthin, wo der Analanker sitzt. Das lässt nicht viel Platz übrig für Fantasien.
“Sie sind klebrig. Du sollst sie feucht waschen!“, bemerkt meine Herrin kühl.
“Wie?“, frage ich und bereue es sofort.
“Gott hat dich mit einem feuchten und dreckigen Mund gesegnet. Lecken, kleiner Sklave!”
Ich schlucke hart. Füsse sind ein Tabu, das weiss sie aber Schuhe ... damit trifft sie eine Grauzone. Zögernd beuge ich mich vor und lecke erst vorsichtig darüber. Sie räuspert sich das heisst, ich soll mir mehr Mühe geben.
Meinen Stolz schiebe ich in die hinterste Ecke. Ich bemühe mich, sie sauber zu lecken. Das Ziehen in meinem Hintern kann ich aber nicht ignorieren. Mit jeder Bewegung des Kopfes spüre ich, wie der Anker sich verschiebt, mein Inneres massiert. Mein Schwanz pocht unangenehm hart gegen den Keuschheitskäfig.
Sie entzieht mir ihre Schuhe mit einem Mal. “Genug. Aber der Boden wartet noch auf dich...”Sie steht auf, stolziert davon.
Lässt mich zurück. Allein, unter all den Blicken. Halbnackt. Das Getuschel nehme ich kaum noch wahr, bin zu sehr mit mir selbst beschäftigt. Die Erregung und Nervosität oder doch eher Demütigung? Meine Gedanken verlieren sich in einem Strudel. Soll ich den Boden jetzt auch lecken? Sie weiss, dass das zu weit geht.
Mit meinem Shirt wische ich abwesend die restliche Flüssigkeit vom Boden auf. Dann höre ich sie, wie sie sich mit dem Betreiber unterhält. Kurz darauf rieche ich ihren Duft, sie ist wieder neben mir. Ein feuchtes Handtuch fällt neben mir zu Boden, dankbar blicke ich kurz auf.
Als ich nach meinem Ermessen fertig bin, blicke ich wieder zu ihr hoch. Ihr Blick ist hinter mich gerichtet. Ein leichtes Nicken und ein Lächeln umspielt ihre Lippen. Es gefällt ihr also auch. Oder war es etwas anderes? Das, was sie ansieht? Was ist da? Unsere Blicke treffen sich, da verschränkt sie die Arme und blickt auf mich runter. Eiskalt und prüfend. Plötzlich dreht sie den Kopf ruckartig weg und spuckt neben mir auf den Boden.
“Da ist es noch dreckig. Du hast nicht gut genug geputzt. Wie kannst du es wagen?” Sprachlos sehe ich sie an aber ich gehorche. “Jetzt kniest du schon wie eine kleine Schlampe brav vor mir, aber putzen kannst du trotzdem nicht, du kleiner Wichser?”
Der herablassende Blick, den sie mir dabei schenkt ... Ich liebe ihn. Ich muss mir mein Grinsen verkneifen und senke den Kopf, dass man es nicht sieht. Das Pochen in meiner Hose wird langsam unerträglich. Sie tritt einen Schritt näher, tippt mit der Schuhspitze gegen meinen Käfig, als wolle sie prüfen, ob er wirklich da ist. Atemlos warte ich ab.
“Ausziehen!”
Ihre hochgezogene Augenbraue ist Befehl genug. Mittlerweile ist mir klar: Das hier ist kein Zufall. Und auch keine normale Eisdiele. Die Leute hätten ganz anders reagiert. Fast entspannt und interessiert beobachten sie uns. Wie hat sie das gemacht? Oder ... war das Luis?
“Auf alle Viere, kleiner Sklave.“, haucht sie bedrohlich.
Brav gehorche ich. Die Gewissheit, dass alles abgesprochen ist, gibt mir Sicherheit und macht mich nur noch geiler. Was ich gerade echt nicht gebrauchen kann. Einige Zuschauer geniessen es sichtlich. Das sehe ich.
Keuchend, drücke ich meinen Rücken reflexartig durch. Sie hat das Verbindungsstück zwischen Halsband und Analanker nach oben gezogen. Mit wenigen Schritten steht sie vor mir, geht aber in die Knie.
“Jetzt wird gespielt, Muffin”, flüstert sie mit einem Augenzwinkern, das nur ich hören kann.