The Last of Her Line - the Moonborn

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Summary

Sie dachte, sie sei nur anders. Dabei ist sie einzigartig. Am Morgen ihres 18. Geburtstags beginnt für Rhea das, worauf alle Werwölfe ihr Leben lang warten: die erste Verwandlung. Doch etwas an ihr ist anders - seit sie denken kann wird sie von den anderen gemieden, aufgrund ihres Aussehens. Und dann sind da diese Träume: fremde Stimmen, brennende Wälder, silbernes Licht. Als Rhea in einer gefährlichen Situation unbewusst eine magische Kraft entfesselt, gerät ihre Welt aus den Fugen. Nicht nur, dass es alles verändert, was sie über sich zu wissen glaubt, es macht auch noch Aeron den Alpha ihres Rudels auf sie aufmerksam.

Status
Ongoing
Chapters
21
Rating
4.0 3 reviews
Age Rating
18+

Kapitel 1

Silber. Alles war in silbernes Licht getaucht. Der Boden, der Wald, selbst der Himmel sah aus, als wäre er aus flüssigem Licht gemacht.

Etwas zog an mir. Als würde mich etwas rufen. Meine Füße berührten keinen Boden.

Hinter mir: Stimmen. Rau. Fremd. Wie ein uralter Gesang in einer Sprache, die ich nicht verstand - aber mein Herz reagierte darauf, als hätte es sie nie vergessen.

Vor mir: Eine Gestalt. Menschlich. Und doch nicht. Groß. Elegant. Wild. Ein Wolfsmensch. Die Umrisse verschwammen. Ich sah nur Augen - brennend, wie Eis im Feuer.

"Du darfst nicht vergessen."

Die Stimme war weder männlich noch weiblich. Sie war in mir, durch mich hindurch.

Dann bebte der Boden unter mir. Silber wurde zu schwarz. Kälte griff nach mir Ein Schrei zerriss die Luft - war er von mir? Von der Gestalt?

Ich wusste es nicht. Ich wusste nur: Ich fiel.

"Rhea."

Mein Name war ein Hauch.

Dann: Nichts. Nur Dunkelheit.


Ich schoss hoch. Der Schweiß klebte an meinem Rücken, mein Herz hämmerte gegen meine Rippen.

Ich blinzelte in das schwache Licht des Morgens. Der Nebel draußen hing wie ein Tuch zwischen den Bäumen. Ich kannte diesen Wald. Ich kannte mein Zimmer. Ich kannte mein Leben. Und doch ... fühlte sich alles fremd an. Ich hatte schon wieder diesen Traum gehabt. Der Traum, den ich jedes Jahr an meinem Geburtstag hatte. Doch heute war nicht irgendein Geburtstag.

Heute war mein achtzehnter.

Heute Nacht sollte ich mich zum ersten Mal verwandeln. So wie es bei jedem in meinem Rudel war. Ein Vollmond. Ein Ritus. Ein neues Leben.

Aber ich war nicht wie die anderen. Ich war nie wie die anderen.

Nicht mit meinen weißen Haaren, nicht mit diesen dunkel blauen Augen, nicht mit den Blicken, die man mir hinterherwarf.

Ich sah anders aus als die anderen und das ließen sie mich spüren. Auch wenn meine Eltern und mein Bruder behaupteten, dass ich wunderschön sei, spürte ich die Ablehnung der anderen. Was mich, in meinem Rudel, heute Nacht zu einem Omega machen würde. Ganz unten in der Rangordnung der Wölfe. Weil ich anders war. Weil ich immer anders war.