Serethis

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Summary

Begib dich ohne Erinnerungen an dein früheres Leben in die geheimnisvolle Welt "Serethis" wo du an jeder Ecke Abenteuer findest. "Was bedeuten die Buchstaben?" ⬇️ A: Hauptgeschichte B: Neben Abenteuer die du auf deiner Reise erleben kannst. Entdecke neue Orte und Charaktere aber auch Hinweise und Erkenntnisse über diese Geheimnisvolle Welt.

Genre
Adventure
Author
Lyo
Status
Ongoing
Chapters
5
Rating
n/a
Age Rating
16+

A: Erwachen

Du wachst plötzlich auf. Aber dieses Mal ist es nicht wie normalerweise in deinem Bett. Dieser Ort scheint dunkel und du kannst vor lauter Nebel nicht einmal zwei Meter weit schauen. Du schaust dich weiter um. Aber es passiert nichts. Kein erneutes Aufwachen, kein Realisieren, dass du einfach schlecht geträumt hast. Nur die unendliche Dunkelheit.

Aber ... wo würdest du denn aufwachen? Wer bist du überhaupt nochmal? Es fühlt sich so an als würde etwas deine Erinnerungen fressen, doch dann – "Autsch!" Ein stechender Schmerz in deinem Gesicht, und mit ihm erscheint eine goldschimmernde Person in Rüstung.

Er sprach nicht, er ging nur auf dich zu und legte seine Hand auf deine Schulter. Du schaust ihn an aber er scheint noch nicht einmal Augen zu haben. Nur einen goldenen Helm, der genauso wie der Rest seiner Goldrüstung schimmert. "Wer bist du?" fragst du einmal. Keine Antwort. "Was willst du?" fragst du ein zweites Mal. Doch ... keine Antwort. Als würde er dich ganz genau überprüfen, doch warum würde er dich hierher bringen und wofür will er dich überprüfen?

Erst als er seine Hand von deiner Schulter nimmt, fängt er an zu sprechen – seine Stimme rau und unmenschlich.

"Mögest du Erfolg haben und der Fall dich erinnern lassen."

Bevor du reagieren kannst, stößt er dich plötzlich zurück. Du verlierst das Gleichgewicht und fällst – nicht nach hinten, nicht zur Seite, sondern direkt durch den Boden. Die Dunkelheit wird noch schwärzer, als du fällst, doch plötzlich stoppst du. Nicht mit einem Aufprall, sondern in völliger Stille. Du liegst da. Es fühlt sich wie Boden an, aber kalt – glatt – fast wie Glas.

Du schaust nach unten und erschrickst: Unter dir siehst du dein Spiegelbild. Nicht einfach nur ein Abbild – du siehst dich, als würdest du durch einen durchsichtigen Spiegel in dein Innerstes blicken. Und dort – auf deiner linken Wange – ist es: ein kleines, glühendes Brandmal. Es schmerzt noch leicht. Du fährst mit den Fingern über dein Gesicht, tastest die Haut. Was ist das? Woher kommt es? Du erinnerst dich nicht. Gar nicht.

Bevor du weiter denken kannst, wird dir plötzlich schwarz vor Augen. Keine Schmerzen, kein Geräusch – einfach Dunkelheit.

Du wachst erneut auf. Diesmal unter freiem Himmel. Der Wind pfeift leise, kühl über deine Haut. Du merkst: Du liegst auf etwas Hartem – Fels. Als du dich aufrichtest, spürst du, wie die Sonne (oder das, was du dafür hältst) dein Gesicht wärmt. Du stehst langsam auf und schaust dich um.

Du befindest dich auf einem riesigen Berg. Der Himmel ist klar, bis auf wenige Wolken. Hoch oben, beinahe direkt über dir, leuchtet ein gigantischer Stern – so hell wie eine Sonne, aber sein Licht ist sanfter, fast golden. Du blinzelst.

Dann trittst du vorsichtig näher an den Rand der Klippe. Der Blick raubt dir den Atem. Weit unter dir erstreckt sich eine schier endlose Landschaft. Du siehst Täler, Flüsse, grüne Grasländer, eine Wüste in der Ferne, und im Norden schneebedeckte Gebirge. Alles wirkt fremd und wunderschön zugleich. Die Farben sind kräftig, fast surreal. Du bist überwältigt.

Was ist das für ein Ort? Serethis? Woher kommt dieser Name plötzlich in deinem Kopf?

Du atmest tief durch. Dann machst du dich vorsichtig an den Abstieg. Der Fels ist schroff, aber begehbar. Du hangelst dich langsam nach unten, Schritt für Schritt.

Nach einiger Zeit – du hast bereits einige Höhenmeter hinter dir gelassen – hörst du Stimmen. Du duckst dich instinktiv hinter einen Felsen. Zwei Gestalten erscheinen zwischen den Bäumen weiter unten am Hang. Sie tragen Tierfelle, wirken aber weder primitiv noch wild. Ihre Bewegungen sind ruhig, kontrolliert. Einer der beiden – ein Mann – trägt einen leichten Bogen, die andere – eine Frau – eine Art Speer. Sie reden leise, fast flüsternd.

„Ich bin mir nicht sicher, Arja. Etwas hat sich bewegt da oben.“ „Vielleicht nur ein Tier. Oder ...“ – sie zögert – „... etwas anderes.“

Der Mann antwortet spöttisch „Bestimmt war dein Fernglas wieder nur dreckig“

Du trittst langsam aus deinem Versteck. Die beiden richten sofort ihre Waffen auf dich.

„Nicht bewegen!“ sagt der Mann. Seine Stimme ist ruhig, aber bestimmt.

„Ich ... ich weiß nicht, wo ich bin,“ sagst du vorsichtig. „Ich bin gerade erst aufgewacht.“

Sie schauen sich an. Die Frau senkt leicht ihren Speer. „Du sprichst unsere Sprache?“ „Anscheinend“, antwortest du ehrlich.

„Wer bist du?“ „Ich ... ich weiß es nicht.“

Ein Moment der Stille. Die beiden wirken nicht feindselig, aber wachsam. Gerade, als sich die Situation zu entspannen scheint, raschelt es heftig im Gebüsch.

Ein riesiges Wildschwein, mit mächtigen Hauern, bricht plötzlich hervor. Die Jäger reagieren blitzschnell, doch bevor du dich bewegen kannst, trifft es dich mit voller Wucht. Du spürst den Aufprall, einen stechenden Schmerz – und dann wird alles wieder schwarz.