~Prolog~
Es beginnt immer gleich.
Stille.
Weich wie Nebel. Schwer wie Schlaf.
Ich stehe irgendwo zwischen Nichts und Licht. Kein Boden unter den Füßen, keine Richtung, kein Geräusch. Nur dieses Flimmern.
Wie Hitze, die von ganz weit weg kommt – aber langsam näher kriecht.
Ich weiß, dass ich träume.
Ich weiß es jedes Mal.
Und trotzdem... fühlt es sich zu echt an.
Meine Fingerspitzen zittern, als hätte ich etwas vergessen, das ich dringend erinnern müsste. Etwas, das direkt unter meiner Haut wartet.
Dann sehe ich es.
Nicht mit den Augen.
Ich fühle es zuerst.
Ein Licht. Tief in mir. Warm. Gold.
Aber es wächst. Wird heißer. Wilder.
Fuck.
Ich will schreien – doch es kommt kein Ton. Mein Körper steht still, aber in mir brennt es wie eine Sonne.
Ich hebe die Hände, zitternd, suchend, und dann sehe ich sie:
die Rune.
Sie glüht an meinem Nacken, als hätte sie sich dort hineingebrannt – ein fremdes Zeichen, tanzend aus Linien, die ich nie zuvor gesehen habe.
Sie tut nicht weh.
Nicht wirklich.
Aber sie... fordert etwas.
Mich.
Dann flackert alles.
Licht, Feuer, Luft.
Und plötzlich bin ich wach.