Blutschuld

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Summary

Alexa, 27, einsam und geprägt von einer schwierigen Vergangenheit, wird von Luigi, dem charismatischen und gefährlichen Anführer einer italienischen Vampir-Mafia, entführt. Anfangs hasst sie ihn – doch zwischen Angst und Hass entfacht eine unerklärliche, mächtige Anziehungskraft. Bald offenbart sich: Sie sind Seelengefährten. Doch während Alexa lernt, ihre neue Kraft zu kontrollieren, bedroht die mächtige Organisation L’ombra Nera ihre Welt. Blut, Leidenschaft und dunkle Geheimnisse verschmelzen zu einem Spiel, das über Leben und Tod entscheidet – und alles verändern könnte.

Status
Complete
Chapters
68
Rating
4.0 2 reviews
Age Rating
16+

Kapitel 1

Luigi‘s Sicht

*Ich roch ihr Blut, bevor ich ihren Namen kannte. Es war in der Nacht, als ich die Schuld ihres Vaters eintreiben wollte – die Nacht, in der ich sie eigentlich töten sollte.* Stattdessen war ich derjenige, der fiel. Sie wusste es nicht. Noch nicht. Aber sie war meine Verdammnis. Mein Seelenband. Und ich hatte sie in meiner Gewalt. Ich hätte sie gehen lassen sollen. Aber ich bin kein Heiliger. Ich bin ein Monster. Und Monster lassen nicht los.


Alexas Sicht

Es war die Art von Nacht, in der selbst die Schatten zu flüstern schienen. Alexa spürte den kalten Wind, der durch ihre Jacke schnitt, doch sie ging weiter, stur den Kopf gesenkt, als könnte das die Gedanken zum Schweigen bringen. Dann: Reifen quietschten. Ein schwarzer Wagen. Zwei Männer in Anzügen. Und ein Moment, in dem alles stillstand. Bevor sie schreien konnte, war alles schwarz. ⸻ Als sie aufwachte, roch die Luft nach Leder, Rauch und einer seltsam metallischen Note, die sie nicht zuordnen konnte. „Endlich wach, Principessa.“ Die Stimme war tief, samtig und gefährlich. Ihr Blick fand ihn: dunkle Augen, schwarzes Hemd, Haltung wie ein König aus der Hölle. „Wer zur Hölle bist du?“ „Luigi Moretti. Und du bist das Pfand für eine Schuld, die längst überfällig ist.“ „Ich bin kein verdammtes Pfand!“ Er lächelte. Und da war es wieder – dieses Gefühl. Hitze unter der Haut. Unruhe im Herzen. Sie hasste ihn. Und sie fürchtete, dass sie ihn begehren würde. Irgendwann. Alexa sprang auf, das Herz hämmerte ihr gegen die Rippen. Ihre Hände ballten sich zu Fäusten. „Du kannst mich nicht einfach entführen!“ Luigi trat näher. Kein Laut, kein Schritt – er war einfach plötzlich da, wie ein Schatten, der den Raum verdunkelte. „Dein Vater hätte zahlen sollen. Jetzt zahlst du.“ Seine Stimme war nicht laut. Aber sie schnitt wie eine Rasierklinge. Hinter ihm öffnete sich die schwere Holztür. Zwei Männer traten ein. Der eine – groß, markant, mit smaragdgrünen Augen – lehnte sich an die Tür, als gehöre ihm der Raum. Der andere – etwas jünger wirkend, mit dunklem Bart und ruhigem Blick – musterte Alexa mit offenem Misstrauen. Luigi deutete knapp mit dem Kopf. „David. Marco.“ David nickte ihr zu, wie jemand, der nicht wusste, ob er sie gleich töten oder beschützen sollte. Marco hingegen sagte nichts. Aber sein Blick sagte alles: Sie ist ein Problem. „Ich will nach Hause“, sagte Alexa leise, fast flehend. Luigi ging zu ihr, langsam diesmal. Er hob ihre Kette hoch, die sie um den Hals trug – ein kleines Medaillon. „Das hier“, murmelte er, fast zärtlich, „hat dein Vater dir geschenkt, nicht wahr?“ Alexa zuckte zurück. „Wie…?“ „Ich kannte ihn. Besser als du denkst.“ Seine Augen verdunkelten sich. Für einen Moment glaubte sie, etwas Unmenschliches darin aufblitzen zu sehen. „Du wirst bleiben, Alexa. Du bist jetzt Teil dieser Welt. Ob du willst oder nicht.“ Sie spürte die Kälte in ihren Knochen. Und gleichzeitig – eine Hitze, die keinen Sinn ergab. Ihr Herz schlug schneller, aber nicht nur vor Angst. Etwas war an ihm. An seinen Blicken. Seinen Bewegungen. Sie hasste es. Und sie wollte mehr davon.