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Der Vertrag ...bis du mich liebst

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Summary

Wie schlecht muss es dir gehen, um käuflich zu werden? Annas Leben gerät aus der Spur, bis ein geheimnisvoller Mann ihr ein Angebot macht: Ein EXKLUSIVER Vertrag. Körperliche Nähe ohne Liebe, dafür finanzielle Freiheit. Doch je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto brüchiger werden die Regeln. Denn wenn Begehren sich in etwas Echtes verwandelt, ist kein Vertrag der Welt mehr sicher. Eine DARK ROMANCE über Macht, Kontrolle und die gefährlichste Form von Abhängigkeit: GEFÜHLE.

Status
Excerpt
Chapters
25
Rating
4.8 (5 reviews)
Age Rating
18+

Prolog

Es beginnt mit einem Blick. Immer.

Nicht mit einem Wort. Nicht mit einer Berührung. Nicht mit einem Kuss.

Blicke sind die Wahrheit, lange bevor jemand sie ausspricht. In ihnen steckt Verrat und Verlangen, Furcht und Mut, alles zur gleichen Zeit. Ein Mensch kann schweigen, kann lügen, kann die Lippen zu einem Lächeln formen, das nichts bedeutet. Aber Augen? Augen verraten alles.

Er weiß das.

Er hat sein Leben damit verbracht, es zu studieren. Menschen. Ihre Schwächen. Ihre unachtsamen Momente. Das kurze Flackern in den Pupillen, wenn jemand eine Grenze überschreitet oder eine Lüge aus dem Mund gleitet. Er weiß, wann jemand blufft, wann jemand unterdrückt, wann jemand bereit ist, zu fallen.

Und gestern hat er Augen gesehen, die anders waren.

Er sitzt in seinem Büro, hoch über der Stadt, die unter ihm pulsiert. Lichter ziehen wie endlose Bahnen unter den Fenstern, Autos kriechen durch Straßen, die nass glänzen wie schwarze Spiegel. Ein Meer aus Leben, das er lenken könnte, wenn er es wollte. Aber seine Gedanken hängen nicht an der Stadt. Sie hängen an ihr.

An diesem einen Blick.

Unsicher, ja. Aber nicht gebrochen. Fehl am Platz, ja. Aber nicht verloren.

Viele Frauen haben ihn angesehen. Manche mit Gier, manche mit Berechnung. Andere mit dieser maskierten Verführung, die nichts weiter war als eine Rolle, ein Theaterstück. Er hat all das gesehen, immer wieder. Augen, die betteln. Augen, die fordern. Augen, die sich verkaufen.

Aber ihre Augen?

Sie hatten Widerstand.

Nicht Schwäche, Widerstand. Und Widerstand ist für ihn das Interessanteste von allem. Denn Schwäche sucht nach Hilfe. Widerstand sucht nach Halt.

Er lehnt sich zurück, der schwere Sessel knarrt kaum hörbar unter seiner Bewegung. Auf dem Tisch vor ihm steht ein Glas mit goldenem Whisky, halb gefüllt, die Eiswürfel geschmolzen. Er hebt es, führt es an die Lippen, trinkt einen kleinen Schluck. Der Geschmack ist vertraut, warm, brennend, aber er nimmt ihn kaum wahr. Sein Körper funktioniert automatisch, seine Gedanken sind woanders.

Bei ihrem Blick. Bei der Art, wie sie die Schultern spannte, als wollte sie sich gegen unsichtbare Hände wehren. Bei der Art, wie sie trotzdem weiterging, tiefer hinein in eine Welt, die nicht die ihre war.

Sie wusste nicht, dass er dort war. Sie wusste nicht, dass er auf sie wartete.

Das weiß nie jemand. Und doch ist es immer so. Es beginnt mit einem Blick. Und manchmal endet es auch mit einem.

Er denkt an das Gespräch, das sie noch nicht geführt haben und an die Regeln, die sie noch nicht kennt. Er stellt sich die Möglichkeiten vor, die sich ergeben können. Es sind unendliche Möglichkeiten, aber er denkt präzise, wie Linien auf Papier. Alles in seinem Leben folgt Strukturen, Regeln und Grenzen, die er setzt und über die er entscheidet. Alles, was keinen Rahmen hat, ist Chaos.

Chaos zerstört. Ordnung schützt.

Doch sie… sie hat etwas an sich, das Ordnung nicht nur annimmt, sondern herausfordert. Er will sehen, ob sie zerbricht. Oder ob sie sich biegt. Und wenn sie sich biegt, wie weit?

Er hat nie zuvor gefragt. Nie zuvor solch ein Angebot gemacht.

Nie zuvor ein Jahr vorgeschlagen, in dem jemand nur ihm gehört.

Frauen sind gekommen. Frauen sind gegangen. Keine hat ihn gehalten. Keine war es wert gewesen, die Stille in ihm zu füllen. Manche haben sich in seinen Regeln verloren, manche haben rebelliert, doch keine hat ihn dazu gebracht, eine Grenze für sich selbst zu verschieben.

Bis jetzt.

Er erinnert sich an ihre Haltung gestern Abend. Nervös, ja. Aber mutig genug, in den Club zu treten, obwohl alles in ihr geschrien haben muss, zu fliehen.

Er erinnert sich, wie sie ihre Lippen zusammengepresst hat, als er sie ansah. Wie ihre Finger gezittert haben, kaum sichtbar, nur für jemanden, der auf Details achtet. Für ihn.

Er erinnert sich, wie sie nicht weggesehen hat.

Er liebt das. Und er hasst das.

Denn dieser Blick bedeutet, dass er handeln wird. Dass er die Entscheidung treffen muss, die er jahrelang vermieden hat: jemanden so nah an sich heranzulassen, dass sie ihn verletzen könnte.

Er stellt das Glas zurück, faltet die Hände, betrachtet seine Finger. Ruhige, kontrollierte Hände. Hände, die genommen haben, was sie wollten, aber nie gebettelt haben. Hände, die gebaut und zerstört haben. Hände, die berühren könnten, wenn er es zuließe.

Sie ist die Erste. Dieser Gedanke kommt wieder, schwer wie ein Geständnis. Ein Geständnis für eine Tat, die er bisher noch nicht begangen hat. Er ist nicht sentimental. Er verachtet Sentimentalität. Doch fühlt es sich falsch an. Als würde er seine eigenen Grenzen übertreten. Gleichzeitig ist es eine Herausforderung, die er nur allzu gerne annimmt.

Er wird ihr ein Angebot machen.

Ein Jahr lang. Ein Vertrag mit klaren Regeln. Und sie wird zustimmen. Nicht, weil sie muss. Sondern weil er ihr zeigen wird, dass Ordnung Freiheit sein kann.

Er erhebt sich, geht ans Fenster. Die Stadt liegt ihm zu Füßen, funkelnd, rastlos. Irgendwo da draußen sitzt sie vielleicht gerade in ihrer kleinen Wohnung, denkt an Rechnungen, an Krankenhausflure, an die Last, die sie trägt. Sie weiß noch nicht, dass er bereits entschieden hat.

Er weiß es. Und er weiß auch: Sie wird kommen. Ob sie will oder nicht.

Es beginnt mit einem Blick. Immer.

Und dieses Mal wird es mit so viel mehr enden.

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Good Writing

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Great Character

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Strong Dialog

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Super Einleitung, gefällt mir, ist spannend und macht Lust auf die nächsten Kapitel👍

a year
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Vielen Dank! Es freut mich, dass es dir gefällt.

a year
1
author

Der Schreibstil ist sehr schön. Vor allem die bildlichen Beschreibungen. Der Inhalt ist sehr spannend. Ich bin richtig gespannt, weiterzulesen.

a year
1

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