Prolog
Der Bericht über die Endschlacht der Cornovii
Auszug aus der Akte XI, Sektion IV - Abschluss der Operation „Pacificatione Cornoviorum"
An den göttlichen Imperator Caesar Nerva Traianus Augustus,
von Legatus Gnaeus Servilius Rufus, Kommandant der Legio XX Valeria Victrix.
Datum: [102 n. Chr.]
Betreff: Vollständige und endgültige Auslöschung des Widerstands der Cornovii.
I. Einleitung und Charakter des Feindes
Die Barbaren der Cornovii, angesiedelt im schwierigen Gelände der westlichen Provinz Britannia, erwiesen sich als das zäheste und gleichzeitig ineffizienteste Hindernis für die Pax Romana. Ihr Widerstand war nicht von Strategie, sondern von wilder, fanatischer Entschlossenheit getragen, angetrieben von ihren Druiden und dem Stolz auf ihre Ahnen. Sie kämpfen mit langen Schwertern und Speeren, deren Wucht zwar im ersten Ansturm Legionäre tötet, doch denen es an der nötigen Disziplin und Rüstung fehlt, um gegen die Eiserne Faust Roms zu bestehen.
II. Taktik der Finalen Belagerung
Wir verfolgten die letzten Überreste ihrer Krieger in ihr Oppidum - eine Bergfeste im nebelverhangenen Wald. Anstatt unsere Legionäre in einen blutigen Frontalangriff zu schicken, der unseren eigenen Reihen unnötigen Tribut abverlangt hätte, setzten wir auf die Strategie der Aushungerung und psychologischen Kriegsführung:
Isolation (Circumvallatio): Wir errichteten sofort eine doppelte Palisadenlinie um das Oppidum. Die innere Linie verhinderte den Ausbruch der Barbaren; die äußere schützte uns vor eventuellen Entsatztruppen.
Vernichtung der Hoffnung: Über Wochen hinweg ließen wir ihre Vorräte schwinden. Täglich zeigten wir ihnen in Hörweite die gefangenen Frauen und Kinder, bevor wir sie in die Sklaverei abführten. Dies ist die effizienteste Waffe gegen den barbarischen Stolz - die Zerstörung des Nachwuchses.
Die Feuerpfeile und der Fall: Am siebzehnten Tag, als die Schreie des Hungers lauter waren als die Kriegsgesänge, gaben wir das Signal. Unsere Ballisten und Scorpios feuerten brennende Wurfgeschosse in das Zentrum des Oppidums. Als die Dächer Feuer fingen, brach ihr Widerstand in Panik.
III. Die Beendigung des Widerstands
Der Ausbruch der Barbaren war chaotisch. Sie stürmten ohne Ordnung in unsere Reihen. Die Legio XX formierte sich zum Scutum-Wall. Wir ließen sie die Wut des Kampfes erleben, bis ihre Erschöpfung sie überwältigte. Es war kein Kampf, sondern eine Exekution der Unorganisierten.
Anmerkung zur Gefangennahme: Wir haben alle bewaffneten Kämpfer, die nicht im Kampf fielen, unverzüglich in Ketten gelegt. Aufgrund ihrer überragenden Wildheit und ihres unnachgiebigen Geistes wurden die körperlich stärksten als Gladiatoren separiert, um Rom im Kolosseum zu dienen. Ihr Hass mag nützlich sein, um das Publikum zu erfreuen.
Das Ergebnis: Der Stamm der Cornovii existiert nicht mehr. Ihr Land ist sicher für römische Siedler. Einzig einige wenige Gefangene, deren Namen fortan aus der Geschichte ihrer Stämme gelöscht sind, bleiben als lebende Trophäen zurück.
Der Widerstand ist gebrochen.
Der Friede (Pax) ist wiederhergestellt.