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Wo bin ich? (Kurzgeschichte)

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Zusammenfassung

Ohne jede Erinnerung aufwachen in einem engen, fast dunklem Raum. Beängstigend, oder?

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
1
Rating
5.0 (1 Bewertung)
Altersfreigabe
18+

Wo bin ich?

Ich wache auf. Das erste was ich sehe ist ein Licht. Dieses Licht ist nicht besonders hell, aber hell genug um meine Augen zum zucken zu bringen. Ich kann mich an nichts erinnern. Was ist passiert? Wo bin ich? Ich versuche mich aufzusetzen und merke, dass mir ein starkes Stechen in den Kopf fährt. Ich muss mir irgendwo den Kopf stark gestoßen haben. Während ich versuche, den Schmerz ein wenig zu unterdrücken schaue ich mich im Raum um. Hier steht nicht viel. Nur ein kleiner runder Holztisch, sowie ein passender Stuhl. Auf der anderen Seite des Raums steht ein kleines Bett, mit einer sehr schmutzigen Matratze. Ich merke, wie mein Puls extrem steigt. Ich versuche aufzustehen, doch das ist schwerer als ich dachte, da meine Hände von Handschellen umschlossen sind. Ich versuche ruhig zu bleiben. In Panik zu geraten bringt mir jetzt auch nicht viel. Ich muss versuchen hier rauszukommen. Als ich es endlich geschafft habe aufzustehen, drehe ich mich nochmal um die eigene Achse. Hinter mit befand sich eine große, vermutlich sehr schwere Eisentür. Ich gehe auf sie zu und drücke die Eisenklinke nach unten. Doch nichts passiert. Abgeschlossen. Verdammt. Was soll ich jetzt nur tun? Ich taste meine Hosentaschen nach meinem Handy ab. Ja! Ich fühle es und ziehe es anschließend aus der rechten Hosentasche. Ich schalte es an. 13% Akku. 22:35 Uhr. Kein Netz. Scheiße! Ich versuche in meinen letzten WhatsApp Chats herauszufinden, was passiert ist. Der zuletzt benutzte Chat war mit meiner Mutter:

18:57, Mama: Wo bleibst du? Das Essen ist fertig und du wolltest doch nur kurz zu Alina.

Alina. Alina? Ich kann mich nicht erinnern, wer das sein soll. Meine Freundin? Eine Freundin? Ich kann mich an jeden anderen erinnern, denke ich zumindest. Aber wer ist Alina? Diese Frage schwirrt mir noch einige Sekunden durch den Kopf, doch dann wird mein Gedanke durch ein Geräusch gestört. Das Schloss. Jemand öffnet die Tür von außen. Ich merke, wie mir der Angstschweiß von der Stirn auf den Boden tropft. Was wird jetzt passieren? Werde ich sterben? Werde ich freigelassen? In diesem Moment wird die Klinke runtergedrückt und die Eisentür öffnet sich. Dahinter: Schwärze. Ich versuche etwas zu erkennen, doch ich sehe rein gar nichts. Plötzlich tritt eine Person aus der Schwärze. Der Unbekannte ist ein Stück kleiner als ich, hat einen schwarzen Lederanzug und eine Totenkopfmaske auf dem Kopf. Seine Haare kann ich auch nicht sehen, da eine Kapuze weit über die Maske fällt. Eine stimmverzerrte Stimme sagt: „Endlich bist du wach. Ich habe sehr lange auf diesen Moment gewartet." „Wer bist du?!" schießt es aus mir heraus. „Wo bin ich? Lass mich hier sofort raus!" Der Unbekannte antwortet nicht. Aus der Tasche holt er einen kleinen Beutel. Diesen legt er vor sich auf den Boden. Ruckartig dreht er sich um und rennt aus dem Zimmer. Ich versuche ihm nachzulaufen, doch kurz bevor ich die Tür erreiche ist diese schon wieder mit einem lauten Knall verschlossen worden. „Verdammt!" brülle ich. Mich überkommen so viele Gefühle. Angst. Wut. Hass. Ich lehne den Kopf gegen die Tür und schlage anschließend mit voller Wucht mit meiner Faust gegen die Tür. Doch aufgrund meiner Wut spüre ich den Schmerz kaum. „Beruhig dich, Chris." sage ich leise zu mir selber. Ich schließe meine Augen und atme einige Male tief durch. Alles gut. Ich komme hier irgendwie raus. Ich drehe mich um und bemerke den Beutel wieder. Den hatte ich schon komplett vergessen. Ich gehe auf ihn zu, nehme ihn in die Hand und gehe mit ihm zu dem Stuhl, lasse mich dort fallen und öffne anschließend den Beutel. Darin befindet sich nur ein Bild und ein zusammengeknüllter Zettel. Ich schaue mir zuerst das Bild an. Auf dem Bild sind ich und meine Ex-Freundin Paula zu sehen. Unsere Augen, sowie unser Mund sind mit etwas spitzem weggekratzt worden. An diesen Stellen sind nur noch ein schwarzer Fleck zu sehen. Was soll das? Warum ist da dieses Bild drinnen? Ich erhoffe mir eine Antwort auf meine Frage mit dem zusammengeknüllten Zettel, doch ich werde enttäuscht. Auf diesem steht nur mit einem Kugelschreiber geschrieben: Ich liebe dich.

Ich liebe dich? In meinem Kopf bilden sich tausende Fragen. Ist der Unbekannte etwa meine Ex-Freundin? Von der Größe würde es passen. Doch warum sollte sie ihre eigenen Augen wegkratzen? Das ergibt doch alles keinen Sinn. Ich ziehe mein Handy erneut heraus und versuche etwas sinnvolles herauszufinden, was mir eventuell weiterhelfen kann. Doch auch nach 20 minütiger Suche bin ich kein bisschen schlauer geworden. Das letzte mal hatte ich mit ihr vor 3 Monaten geschrieben. Das kann es also nicht sein. Also zumindest glaube ich das. Möglich könnte alles sein. Ich werde wieder durch das Schlossknacken gestört. Ich stehe auf und will zur Tür rennen. Doch schon steht der Unbekannte mit gezogener Waffe vor mir. „Ich würde da stehen bleiben." sagt er, während er die Waffe mit beiden Händen auf meinen Bauch richtet. „Schon gut." sage ich. „Was willst du von mir?" „Ich will dich." antwortet er mir. Er will mich? Was soll das bedeuten. „Und ich werde dich bekommen. Für immer." Plötzlich und ohne jede Vorwarnung drückt er ab. Er schießt mir in den Bauch. Ein unbeschreiblicher Schmerz durchströmt meinen Körper. Es sind höllenhafte Schmerzen. „Lass mich bitte einfach sterben." flüstere ich mit letzter Kraft. „Das wirst du, keine Sorge." antwortet er mir. Ich sehe, wie Blut aus der klaffenden Wunde auf meinem Bauch kommt. Mir wird schwindelig und ich sehe kaum noch was. Ich schaue nur noch an die Decke und warte auf den Tod. Der Tod muss kalt sein. Unbarmherzig. Einsam. Doch meine vermutlich letzten Gedanken werden durch den Unbekannten unterbrochen, der sich direkt mit seinem Kopf in meine Sichtweite bewegt. Mit einem Ruck zieht er die Maske von dem Kopf. Alina. Und auf einmal erinnere ich mich wieder an alles. „Ich liebe dich." flüstert sie mir ins Ohr. Das letzte was ich sehe ist die Pistole, direkt vor meinem Gesicht. Und sie drückt ab.

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Ich liebe es

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Gutes Schreiben

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Überzeugende Handlung

2

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Toller Charakter

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Starker Dialog

1

Starker Dialog

author

Gut. :)

4 Jahre
1
author

Coole Story✨

4 Jahre
1
author

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2

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