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Die unentdeckte Macht des Wolfes

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Zusammenfassung

Skara war 17 Jahre alt. Aus Sicherheitsgründen lebte sie bei Ihrer Tante und ihrem Onkel. Vor einiger Zeit musste sie an eine Wolfsschule wechseln, an der der sie tagtäglich von dem Sohn des Alphas und deren Rudelkameraden verprügelt, ausgelacht und schikaniert wurde. Alle dachten, dass sie eine schwache Omega ist, doch der Schein trügt. Gleichzeitig war sie gezwungen, sich zurückzuhalten, damit niemand erfährt, wer oder was sie in Wirklichkeit ist.

Genre:
Fantasy
Autor:
AkAne_471
Status:
Auszug
Kapitel:
5
Rating
4.8 (93 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1

Die Unentdeckte Macht des Wolfes


Da dieses Buch am 19.08.2026 auf Galatea veröffentlicht wurde, gibt es hier nur die ersten fünf Kapitel.

Schaut euch gern das ganze Buch auf Galatea an.



POV: SKARA

„Das hast du dir selbst zuzuschreiben“, donnerte Bunnys Stimme, während sie auf mich einschlug.

Ich hasste es, aber ich hatte keine Wahl. Ich musste mich zurückhalten, so wie ich es meinem Vater versprochen hatte.

Ich lag bereits am Boden, meine Nase blutete, während die Mitglieder ihres Rudels und ihr Alpha über mich lachten. Für sie war ich nichts weiter als Unterhaltung.

Sie waren alle Abschaum und Monster, die ihren Status und die Erlaubnis ihres Alphas ausnutzten, um mich ständig zu schikanieren. Ich wollte mich so sehr wehren, dass es wehtat.

„Bunny, ich glaube, das reicht für heute“, sagte Alpha Keno zu der Zicke, die ohne Zögern weiter auf mich einschlug. Die Schadenfreude in ihrem Gesicht ließ mir den Magen umdrehen.

Seine Stimme löste ein leichtes Kribbeln in meinem Bauch aus – etwas, das ich zuvor nie verstanden hatte. Etwas, das mich Dinge ahnen ließ, über die ich nicht nachdenken wollte.

Äußerlich wirkte Bunny wie ein Engel: blondes Haar und perfekte Gesichtszüge. Doch im Inneren war sie das pure Grauen.

Sie versetzte mir noch einen Tritt in die Rippen, bevor sie endlich von mir abließ. Dann ging sie einfach davon, als wäre nichts geschehen.

Eine Weile lag ich auf dem Gras des Schulhofs hinter der Turnhalle. Meine Wölfin Rixa kochte vor Wut in mir; auch sie musste sich zurückhalten, was uns beide fast umbrachte.

Oh Gott, womit hatte ich das verdient?

Bunny hatte mir vorhin ein Bein gestellt, sodass ich der Länge nach hingefallen war. In ihrer Arroganz hatte sie von mir eine Entschuldigung verlangt, doch ich hatte mich geweigert. Daraufhin hatten sie und ihr Rudel mich hinter die Turnhalle gezerrt, wo sie mich übel zugerichtet hatte.

Ich wischte mir das Blut von der Nase und setzte mich langsam auf. Mein Unterricht war ohnehin vorbei, also konnte ich auch gleich nach Hause gehen.

Ich ging zu meinem Fahrrad und machte mich auf den Weg zum Stadtrand. Aus Sicherheitsgründen war ich bei meiner Tante und meinem Onkel aufgewachsen und sah meinen Vater nur einmal im Jahr – an meinem Geburtstag.

Onkel Reggie war ein Wolf und Tante Liliane eine Hexe, genau wie meine Mutter es gewesen war, bevor sie bei meiner Geburt gestorben war. Die beiden hatten mich wie ihr eigenes Kind großgezogen und mir alles gegeben, was ich je brauchen könnte. Als ich unser Haus betrat, war ich überrascht, Geräusche aus der Küche zu hören. Eigentlich sollte noch niemand zu Hause sein.

Einen Moment später tauchte der Kopf meiner Tante auf, doch ihr Lächeln wich schnell einem Ausdruck des Entsetzens. „Was ist passiert, mein kleiner Liebling? Sag bloß nicht, das waren wieder Alpha Keno und seine Gang.“

„Du weißt davon?“, fragte ich mit vor Schock weit aufgerissenen Augen. Bisher war es mir gelungen, meine Verletzungen vor ihr und Onkel Reggie vollkommen zu verbergen.

Sie trat auf mich zu und musterte mein Gesicht genau. „Auch wenn du versucht hast, es zu verheimlichen, und deine Wunden sehr schnell heilen – ich kenne dich gut genug. Mir ist es in letzter Zeit aufgefallen, und ich bin dir sogar einmal bis zur Schule gefolgt.“

Sie nahm ein Tuch und wischte mir das Blut aus dem Gesicht. „Mein Liebling, ich glaube, es wäre das Beste, wenn wir deinen Vater informieren. Er würde so etwas nicht dulden. Er sagt zwar, du sollst dich unauffällig verhalten, aber das heißt nicht, dass du dich ständig von ihnen zusammenschlagen lassen musst. Ich wusste, dass der Umzug hierher keine gute Idee war, aber das hier ist absolut das Schlimmste.“

„Nein, wir sagen meinem Vater nichts!“, rief ich, während Panik in mir aufstieg.

Ich wollte ihn nicht enttäuschen. Er würde mich für schwach halten, weil ich nicht allein damit fertigwurde.

Liliane sah mich an, schockiert über meinen Ausbruch. Dann nahm ihr Gesichtsausdruck einen stolzen, aber traurigen Zug an. „Liebling, ich weiß, dass du deinen Vater nicht mit hineinziehen willst, aber wir müssen etwas tun. So kann es nicht weitergehen.“

Oh, meine Tante war einfach die Beste.

Ich sah sie einen Moment lang nur an. Liliane hatte schwarzes, schulterlanges Haar, braune Augen und eine athletische Statur, durch die sie wie ein Model wirkte. Sie war wunderschön – innerlich wie äußerlich.

„Es sind nur noch ein paar Wochen bis zu meinem Abschluss und meinem achtzehnten Geburtstag“, sagte ich und versuchte, meine Stimme ruhig zu halten. „Danach bin ich endlich weg und kann zu meinem Vater und unserem Rudel gehen. Ich schaffe das schon.“

Sie lächelte mich stolz an und schloss mich in die Arme. Ich zuckte leicht zusammen, als sie die Stellen berührte, an denen Bunny mich geschlagen und getreten hatte.

In diesem Moment kam Onkel Reggie herein. Eigentlich hätte er noch bei der Arbeit sein sollen. „Was ist los? Ist etwas passiert?“, fragte er, während sein Blick sofort auf mein Gesicht fiel.

Meine Tante löste die Umarmung und wandte sich an mich: „Mach dich fertig, das Abendessen ist gleich fertig.“

Ich duschte in meinem Badezimmer und stellte erstaunt fest, dass all meine Wunden bereits verheilt waren. Ja, ich heilte schnell, aber das war ein neuer Rekord.

„Du wirst bald volljährig, und je näher dieser Zeitpunkt rückt, desto stärker wirst du“, sagte meine Wölfin Rixa. „Deine Heilung wird bald nur noch einen Wimpernschlag dauern.“

Ich antwortete nicht. Das war für mich keine Neuigkeit.

Langsam stieg ich aus der Dusche und wickelte ein Handtuch um mich. Im Spiegel betrachtete ich mein langes, braunes und leicht gewelltes Haar, das mir über die Schultern fiel.

Ich stellte mir vor, wie es trocknete – und genau das geschah auch. Mit jedem Tag wurden meine Hexenkräfte stärker; ein Geheimnis, das ich streng für mich behielt.

Mit einem Fingerschnippen war ich komplett angekleidet.

Ich trug eine eng anliegende, dunkelblaue Jeans und ein Oberteil, das sich an meine Taille schmiegte und meine trainierte, schlanke Figur betonte. Meine braun-silbernen Augen funkelten vor Freude, als ich mich betrachtete, und meine innere Wölfin Rixa pfiff anerkennend.

Ich wusste, dass ich so etwas nicht in der Schule tragen konnte, aber in meiner Freizeit genoss ich es, all die schönen Dinge zu tragen, die meine Figur zur Geltung brachten. In der Schule hielt man mich für ein schwaches Omega – also für das niedrigste Glied im Rudel –, was mir aber ganz recht war. Aber ich war kein Omega. Um meine wahre Abstammung – meine wahre Kraft – zu verbergen, hatte meine Tante einen sehr mächtigen Zauber auf mich gelegt. Erst an meinem achtzehnten Geburtstag sollte meine wahre Kraft freigesetzt werden; dann würde ich den Zauber meiner Tante aufheben können.

Doch mein Vater hatte mich gebeten, mit der Aufhebung bis zu unserem Treffen zu warten. Lustigerweise fiel mein Geburtstag genau auf den letzten Schultag, der in zwei Monaten anstand.

Mein Wolfstraining bei Onkel Reggie hatte ich bereits erfolgreich abgeschlossen. In letzter Zeit hatte ich ihn jedes Mal besiegt; er konnte mir nichts mehr beibringen. Nur die Ausbildung zur Hexe bei meiner Tante lief noch – und das auch nur, weil ich meine Magie absichtlich zurückhielt.

„Skara, das Abendessen ist fertig!“, rief meine Tante, und ich eilte sofort in die Küche. Ich liebte Essen, und meine Tante war zudem die beste Köchin der Welt.

Als ich in der Küche ankam und mich setzte, sah mich Onkel Reggie mit einem vertrauten Ausdruck an und fragte: „Wie geht es dir? Liliane hat mir alles erzählt – vielleicht sollte ich dem Schulleiter mal einen Besuch abstatten.“

Ich lächelte und antwortete: „Mir geht es gut. Alles in Ordnung. Wenn du dich einmischst, machst du die Sache nur schlimmer. Es sind ohnehin nur noch ein paar Wochen – ich schaffe das schon.“

Mein Onkel war einst der Beta des amtierenden Alphas Rento gewesen – zumindest bis er und meine Tante mich im Alter von zwei Jahren bei sich aufnahmen. Da sie keine eigenen Kinder bekommen konnten – meine Tante war bei einem Kampf schwer verletzt worden –, war dieser Schritt gar nicht so abwegig gewesen. Der Alpha hatte seinen Wunsch, das Rudel zu verlassen, nur widerwillig akzeptiert.

„Na gut, aber wenn irgendetwas passiert, komm zu mir und ich regle das für dich!“, sagte er schließlich. Natürlich hatte ich das nicht vor, denn ich wollte ihn nicht in Gefahr bringen.

Der Alpha des Rudels, dem dieses Revier gehörte, war immer noch wütend auf ihn. Onkel Reggie musste die niedrigsten Arbeiten im Rudel erledigen, nur damit wir bleiben durften, was bei mir ständig Schuldgefühle auslöste.

Inzwischen hasste ich dieses Rudel – sie waren alle hochnäsig und arrogant und hielten sich für etwas Besseres als alle anderen. Nun ja, bis auf einen: Timo.

Timo – kurzes schwarzes Haar, braune Augen und für einen Beta ein sehr gut trainierter Körper – war der auserkorene zukünftige Beta des Alpha-Sohns. Er hatte sich nie über mich lustig gemacht oder mich geschlagen, es sei denn, er hatte den Befehl dazu erhalten. Wenn ich gequält wurde, warf er mir – immer dann, wenn die anderen gerade nicht hinsahen – mitleidige und entschuldigende Blicke zu.

Ich spürte, dass er nicht guthieß, was die anderen mir antaten, doch er half mir nie. Immerhin war Wochenende, sodass ich sie ein paar Tage lang nicht sehen musste.

Außerdem herrschte herrliches Sommerwetter, und ich freute mich riesig darauf, im Bach zu schwimmen. Dieser Bach verlief direkt auf unserem Grundstück; dort hatte ich wenigstens meine Ruhe und musste nicht fürchten, geschlagen oder getreten zu werden.

Allein in die Stadt zu gehen, war hingegen undenkbar, da Alpha Keno und seine Anhänger dort ständig unterwegs waren. Wenn sie mich dort sahen – oder wenn mich ein anderes Rudelmitglied entdeckte –, dauerte es nie lange, bis sie auftauchten und mich quälten.

Nach dem Essen verwandelte ich mich in meine weiße Wolfsgestalt Rixa und streifte frei auf unserem abgelegenen Grundstück umher. Zu meinem Entsetzen stellte ich nach einer Weile fest, dass ich die Reviergrenze überschritten hatte. Rixa hatte den Lauf so sehr genossen, dass sie nicht darauf geachtet hatte.

In dem Moment, als ich umkehrte, tauchte plötzlich ein riesiger brauner Wolf vor mir auf und musterte mich eingehend. Mist.

Ich ahnte sofort, zu wem dieser Wolf gehörte – bei seiner Größe konnte es nur ein Alpha sein. Wäre es Alpha Rento gewesen, hätte er mich völlig ignoriert und wäre weitergegangen. Daher wusste ich, dass es nur Keno sein konnte.

Zu meiner Überraschung griff er mich nicht an. Stattdessen verwandelte er sich und sagte: „Wunderschön.“

Was?! Nein, das konnte nicht sein! Doch Rixa bestätigte, was ich bereits früher an diesem Tag vermutet hatte.

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author

fängt ja recht spannend an, mal schauen wie es weitergeht. 🤗

2 Jahre
1
author

Hey ,

I stumbled upon your story, and I totally loved it. Your writing is so good that I could picture everything in my head. Just imagine how cool it would be as a comic.

I’m a commissioned artist, and I do all sorts of stuff like Comics, Manga, Character Art (including OCs), Cover Art, Banners, etc. I’d really love to turn your story into a comic. No pressure if you’re not feeling it, but I think it would be dope to see your work in comic form.

If you wanna check out my art, or are interested in the offer, we can chat about it on Discord ( username - bennett_lol). Can’t wait to hear what you think.

Catch you later,
Bennett

ein Jahr
author

Hey everyone I have a new book {Legacy of the chosen} it's free to read but still ongoing. This novel have a adventures, mystery, comedy and heartbreaking. It's more like attack on Titan, if you have no patients you can't hook in, trust me it's fantastic.

ein Jahr

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