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Zusammenfassung

Eines Tages wacht Lorena in einem fremden Bett auf, ohne Erinnerungen an das Geschehene. Drei Männer drängen sich in ihr Leben und nehmen sie mit in eine unfassbare Welt. Elfen, Feen, Naturgeister all das gibt es wirklich und sie soll ein Teil von dem ganzen sein. Als sie von der Welt der Magischen erfährt, offenbart man ihr jedoch auch, dass sie die Beschützerin sein soll, die sie alle vor den Dämonen der Finsternis beschützen soll. Aber wie kann das sein, wenn sie bis vor kurzem nicht einmal wusste das, das Magische existiert? Gefangen in einer für sie völlig fremden Welt schlägt sie sich nicht nur mit Kampftraining, Magie und Dämonen herum, sondern auch noch ihren Gefühlen zu den drei Männern. Wird sie den Kampf gewinnen können oder bei dem Versuch sterben...?

Status:
vor 2 Jahren
Kapitel:
4
Rating
5.0 (2 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1.1


Noch bevor Lorena die Augen aufschlug, wusste sie, etwas stimmte hier nicht.

Ihre Augen blieben geschlossen, während ihre Hände auf Wanderschaft gingen. Sie ertastete weiche Bettwäsche, aber keine andere Person.

Das war schon mal ein gutes Zeichen.

Sie erinnerte sich nur zu gut an das ein oder andere Mal, als sie neben irgendwelchen Personen aufwachte, die sie nicht kannte.

Alles keine schönen Erinnerungen…

Als sie sich sicher sein konnte, dass sie allein war, öffnete sie langsam die Augen. Grelles Sonnenlicht blendete sie und schnell kniff Lorena die Augen zusammen. Mit der linken Hand schirmte sie ihr Gesicht ab, um wenigstens teilweise ihre Umgebung in Augenschein nehmen zu können. Nur langsam gewöhnte sie sich an die Helligkeit, aber nach einigen Sekunden wurde es deutlich besser und sie konnte die Hand wieder runternehmen.

Ihr Blick glitt über die ungewohnte, dunkelblaue Samtbettwäsche, die sich um ihren Körper schmiegte und über die Matratze, die angenehm weich und gemütlich war. Das war eindeutig nicht ihre Blümchenbettwäsche und auch nicht ihr Bett. Verwundert griff sie sich an den Kopf. Wie war sie hier nur gelandet? Das Letzte, an was sie sich erinnerte, war, dass sie in einer Bar gesessen hatte und ihren Shirley Temple trank, danach war alles verschwommen.

Intensiver durchforstete sie ihren Kopf, aber egal wie sehr sie auch nachdachte, ihr fiel nichts ein, was ihren Blackout erklären könnte. Keine, wie auch immer gearteten Drogen oder Kerle, soweit sie das sagen konnte. Sie weiß noch, wie anstrengend ihr letzter Arbeitstag gewesen war und, dass sie einfach noch etwas trinken, gehen wollte, bevor sie sich nach Hause begab. Es wäre also auch für sie untypisch gewesen, sich dann auf einen Mann oder andere ausfallende Aktionen einzulassen.

Zwar hatte Lorena den Drang, dann und wann einmal die Schale des lieben, braven Mädchens abzulegen, aber gestern war eindeutig nicht so ein Tag.

Vorsichtig versuchte Lorena sich aufzusetzen, ließ sich aber augenblicklich wieder zurück in ihre Kissen sinken, denn ihr Kopf schmerzte fürchterlich. Stöhnend blieb sie einen Moment liegen. Stechende Kopfschmerzen waren nichts, was sie nicht kannte, aber die Intensität dieser, hätte sie nicht für möglich gehalten. Solche Auswirkungen kannte sie gerade mal noch aus ihrer Jugend, als ihr Körper den Konsum von Drogen noch nicht kannte. Schaudernd versuchte Lorena, diese Gedanken gleich wieder loszuwerden. Das waren keine guten Zeiten gewesen…

Nachdem die Schmerzwelle abgeflaut war, versuchte Lorena erneut aufzustehen.

Diesmal gelang es ihr. Sobald sie sich in einer sitzenden Position befand, schwang sie die Beine über die Bettkante, blieb aber noch einen Moment sitzen, bis der leichte Schwindel, der sie gerade wieder erfasste, nachließ. Sie stöhnte vor Schmerz und vor Selbsthass. Auch wenn sie sich nicht erinnerte, so mussten es doch Drogen gewesen sein, die sie so ausgeknockt hatten. In ihrem Kopf erstreckte sich ein großes, weißes Nichts, als sie sich an Einzelheiten des gestrigen Abends erinnern wollte.

So eine Wirkung hatte sie dann doch noch nie.

Ein Blackout… kannte sie.

Stechende Kopfschmerzen… nichts neues.

In einem fremden Bett aufwachen… ja selbst damit konnte sie langsam ziemlich gut umgehen. Aber dieser Undurchdringliche, weiße Nebel in ihrem Kopf, der jeden Gedanken zu verschlucken schien, war etwas ganz Neues. Sie fühlte sich wie betäubt und ihr Kopf schien nicht so zu arbeiten, wie sonst. Sie konnte einen dumpfen Abklatsch von Gefühlen empfinden, aber es war alles so stark gedämpft, dass man es kaum als solche bezeichnen konnte. Irgendwo, tief in ihr, spürte sie einen Anflug von Panik und eine Nuance von Angst, mehr aber nicht. Leider waren diese Empfindungen einfach zu sacht und zu unscheinbar, als dass diese in ihrem Gehirn ankommen würden, weshalb Lorena eine gewisse Gleichgültigkeit empfand.

Um sich etwas von ihren nicht zu erklärenden Gefühlen abzulenken, stand sie langsam auf und schaute sich in dem großen Raum um. Die Wände waren in einem hellen Perlmutt gestrichen genauso wie die Decke.

Viel war nicht im Raum, außer das große Bett, in dem sie noch vor kurzem gelegen hatte, ein Spiegel und eine kleine Kommode, auf der sie eine Obst Schüssel erblickte. Vorsichtig bewegte sich Lorena auf das Fenster zu, wodurch das helle Tageslicht in den Raum drang. Gespannt blickte sie nach draußen. Sie befand sich weit über dem Boden und konnte kilometerweit über ein riesiges Anwesen schauen. Unter ihrem Fenster erstreckte sich ein schön bepflanzter Garten mit vielen, verschiedenen Blumen und gepflasterten Steinwegen. Versuchsweise hob sie die Hand und probierte das Fenster zu öffnen.

Zu ihrer Überraschung konnte sie es ohne Probleme aufmachen. Ein betörender Duft drang zu ihr hinauf. Sie roch verschiedene Blumen, die Wärme und den Wald.

Sie liebte diesen Duft schon seit ihrer Kindheit. Dieser Garten sah aus wie in einem Märchen und er roch auch genauso. Es erinnerte sie noch an eine andere Zeit… eine glückliche Zeit.

Leider war sie viel zu kurz gewesen... Lorena schüttelte den Kopf, um ihre Gedanken zu vertreiben. Was war nur los mit ihr? Sonst schaffte sie es besser, alle lästigen Gedanken, versteckt in einer kleinen Kiste, in ihrem Kopf aufzubewahren. Heute jedoch fiel es ihr so unglaublich schwer.

Etwas neugierig auf den restlichen Raum, schloss Lorena das Fenster wieder, drehte sich mit dem Rücken zum Fenster und lief weiter in den Raum hinein.

Vor der Kommode blieb sie stehen und öffnete nach und nach die Schubkästen. Nichts. In keiner war etwas drin, weder Socken noch Unterwäsche. Hieß das, dieses Zimmer gehörte niemandem? Vielleicht ein Gästezimmer?

Als nächstes widmete sie sich dem Obst in der Schüssel. Bis jetzt war ihr nicht aufgefallen, wie hungrig sie eigentlich gewesen war und ohne weiter darüber nachzudenken, nahm sie sich einen Apfel und biss genießerisch hinein. Er schmeckte himmlisch. Als sie gerade einen zweiten Bissen nehmen wollte, öffnete sich auf einmal die Tür und Lorena erstarrte in der Bewegung.

Langsam drehte sie sich Richtung Tür und blickte in ein Paar hellblaue Augen.

Die Augen wirkten kalt und eisig und absolut sexy. Auf einmal war der dichte Nebel in ihrem Kopf, wie weggeblasen.

Nervosität, Panik und die Angst überflutete sie und sie musste einmal schwer schlucken. Alle Gefühle, die sie vorher nur zu winzigen Teilen gespürt hatte, machten sich jetzt bemerkbar. Fast hätte Lorena bei dieser Reizüberflutung den Boden unter ihren Füßen verloren, aber so war sie nicht. Sie war stark und sie musste gerade jetzt unter allen Umständen standhaft bleiben, auch wenn sie im Moment selbst nicht wusste, wieso.

Intensiv schaute Lorena den Mann vor sich an. Die Augen waren ihr genauso unbekannt, wie der Rest des Mannes. Er trug ein schwarzes T-Shirt mit V-Ausschnitt und dazu eine schwarze, schlichte Jeans. An sich nichts Besonderes, aber trotzdem fesselte sie dieser Mann, denn es war nicht seine Kleidung, die ihn so anziehend machte, sondern seine gesamte Ausstrahlung.  

Ein mulmiges Gefühl beschlich Lorena. Der Mann in der Tür musterte erst sie und dann den Apfel in ihrer Hand. Schnell ließ sie ihn hinter ihrem Rücken verschwinden, auch wenn sie wusste, dass es dafür schon viel zu spät war.

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