Prolog

⊱ Die Liebe zwischen zwei Menschen lebt von den schönen Augenblicken. Aber sie wächst durch die schwierigen Zeiten, die beide gemeinsam bewältigen ⊰
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In meiner Welt gibt es keine Fehler. Wer zögert, stirbt. Wer Schwäche zeigt, wird lebendig begraben. Ich habe im Käfig des Untergrunds gelernt, meinen Puls zu kontrollieren, und bei der Mafia habe ich gelernt, mein Herz in Eis zu verwandeln. Ich bin Damian. Für die feine Gesellschaft der Adligen, aus der ich stamme, bin ich eine Leiche. Für meine eigene Mutter ein ungeliebtes Anhängsel, das man lieber heute als morgen vergisst. Und das war verdammt noch mal gut so. Ich wollte diesen Abgrund für mich allein.
Mary Lou Carter. Ein unschuldiges, stures Biest mit blondem Engelshaar, das es seit drei Monaten schafft, mein hochentwickeltes Gehirn in eine verfluchte Dauerschleife zu zwingen. Sie denkt, sie kann mich provozieren. Sie denkt, sie kann mit dem Feuer spielen, hauchdünne Fetzen von Kleidern tragen und vor mir weglaufen. Sie ahnt nicht, dass sie damit nur den Jäger in mir geweckt hat.
Sie wollte mich kennenlernen, mit allem Drum und Dran? Ich werde ihr meine dunkelsten Seiten zeigen. Und ab heute Nacht gelten nur noch meine verdammten Regeln.
„Du glaubst also, du kannst meine Geschichte analysieren? Du sitzt dort in deiner sicheren, sauberen Welt und gibst mir Ratschläge, wie ich mit Mary Lou umzugehen habe?
Lass dir eines gesagt sein: Ich brauche keine Impulse. Und ich brauche ganz sicher niemanden, der mir sagt, wie ich meine Regeln durchsetze. Die nächste Szene ist längst geschrieben – nicht auf Papier, sondern in den Schatten dieser Stadt. Wenn ich die Klinke zu ihrem Zimmer drücke, bestimme ich das Tempo. Jeder Atemzug, den sie ab jetzt tut, gehört mir. Wenn sie ihre Krallen zeigt, werde ich sie stutzen. Nicht mit Gewalt, sondern mit der absoluten Gewissheit, dass sie nirgendwohin flüchten kann.
Du willst wissen, was meine erste Regel ist?
Lauf nicht weg. Denn jeder Schritt von mir weg verkürzt nur die Zeit, bis ich sie einhole.
Sieh mir in die Augen, wenn ich mit ihr rede. Ich will sehen, wie die Rebellion in ihr stirbt und Platz für das macht, was sie wirklich fühlt.
Behalte deine Schreib-Tipps für die Amateure. Ich bin kein Charakter in einem billigen Roman. Ich bin der Albtraum, aus dem Mary Lou nicht mehr aufwachen will. Und jetzt schreib gefälligst auf, wie ich sie mir hole – genau so, wie ich es will.“








