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Blutgeheimnisse der kleinen Tochter des Lykan-Königs

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Zusammenfassung

Meine Mutter gab mir zwei Schwestern und ein Leben voller Narben. Während meine Schwestern Umarmungen bekamen, bekam ich ihre Krallen. An meinem achtzehnten Geburtstag packte ich meine Sachen und sah nie zurück. Jahre später kehrte ich zurück. Mit meinem Freund. Für moralische Unterstützung. Ich wollte nur eine Frage stellen: Warum? Aber bevor ich sprechen konnte, zeigte sie ihm ein Video. Als es endete, stand er auf ihrer Seite des Raums. Nicht auf meiner.

Genre:
Romance
Autor:
Kayleecc
Status:
Complete
Kapitel:
11
Rating
5.0 (3 Bewertungen)
Altersfreigabe
18+

Chapter 1

Altheas POV

Mein Vater ist König Alaric Mondruf, Herrscher über das mächtigste Rudel der südlichen Territorien. Jahrtausendealte Blutlinie. Uneingeschränkte Macht. Die volle Packung.

Meine Mutter ist Königin Luna Isolde Mondruf, die gefürchtetste Wölfin des Reiches. Elegant, beherrscht – und tödlich, wenn sie es sein will.

Und ich? Ich bin ihre jüngste Tochter. Das Nesthäkchen. Althea Mondruf – benannt nach einer Tugend, die ich nie erfüllt habe.

In jedem anderen Rudel hätte es was bedeutet, die Tochter des Lykan-Königs zu sein. Seide und Samt. Leibwächter an jeder Ecke. Eine Zukunft voller Macht und Ansehen. Verdammt, ich hätte verwöhnt werden müssen. Daddys kleine Prinzessin, richtig?

Aber ich kam ohne Wolf zur Welt.

Und in unserer Welt macht dich das zu weniger als nichts.

Statt Gute-Nacht-Küssen gab’s also Mutters Fäuste. Statt Schwesternliebe und gemeinsamen Geheimnissen bekam ich von Liora und Klara nur eisige Blicke und giftige Bemerkungen. Sie haben mich nicht einfach ignoriert – sie haben mich gehasst. Als wäre meine bloße Existenz eine Beleidigung.

Ich war der Makel im perfekten Familienbild. Die wolflose Versagerin, die sich nicht verwandeln konnte, keine Bindung spürte, das Rudelband nicht hörte.

Einfach nur... kaputt.

Während Liora und Klara zu makellosen Königstöchtern herangezogen wurden – Seidenkleider, Diplomatie-Unterricht, Vaters stolzes Nicken – kassierte ich Schläge und wurde von meinen Schwestern wie Luft behandelt. Sie haben mich nicht beschützt. Sie haben mich nicht mal wahrgenommen. Ich war unsichtbar, außer wenn ich störte – dann war ich nur noch ein Problem, das man aus dem Weg räumen musste.

Während meine Schwestern also ihre Titel wie Kronen trugen, trug ich blaue Flecken wie eine zweite Haut.

An meinem achtzehnten Geburtstag änderte sich alles.

Ich verwandelte mich zum ersten Mal.

Nicht in irgendeinen Wolf – sondern in einen weißen Wolf. Selten. Uralt. Die Sorte, über die man nur in Legenden am Lagerfeuer flüstert.

Ich war so verdammt glücklich. Zum ersten Mal in meinem beschissenen Leben dachte ich, ich wäre endlich genug. Dass vielleicht, nur vielleicht, jetzt alles gut werden würde. Dass ich endlich die Tochter sein könnte, auf die sie stolz sein könnten.

Ich rannte sofort zu Mutters Gemächern, das Herz hämmerte mir bis zum Hals, kaum fähig zu atmen vor lauter Aufregung.

„Mama!” Ich platzte durch die Tür, völlig außer Atem, grinsend wie eine Irre. „Ich hab’s geschafft! Ich hab mich verwandelt! Ich hab einen Wolf! Ich bin nicht mehr—”

Ich kam nie dazu, den Satz zu beenden.

Ihr Gesicht verzerrte sich – aber nicht zu Erleichterung oder Stolz. Zu etwas viel Schlimmerem. Zu Angst. Und dann zu blanker Wut.

Bevor ich auch nur reagieren konnte, verwandelte sie sich. Knochen knackten. Fell schoss über ihre Haut. Und plötzlich stand nicht mehr meine Mutter vor mir, sondern ihr Wolf – riesig, fletschend, die Augen glühend vor etwas, das ich nicht einordnen konnte.

Und dann stürzte sie sich auf mich.

Krallen rissen mir die Rippen auf. Zähne schnappten Zentimeter vor meiner Kehle. Ich versuchte mich zu wehren, versuchte mich wieder zu verwandeln, aber ich war zu unerfahren, zu schwach, zu verängstigt. Alles, was ich tun konnte, war mich zusammenzurollen und es über mich ergehen zu lassen – wie immer.

Als sie endlich aufhörte, lag ich in meinem eigenen Blut auf dem kalten Marmorboden, rang nach Luft, kaum noch bei Bewusstsein.

Sie verwandelte sich zurück, stand über mir – nicht mal außer Atem.

„Du glaubst, das ändert irgendwas?” zischte sie, ihre Stimme schneidend wie Eis. „Du glaubst ernsthaft, mit diesem Ding hier aufzutauchen macht dich zu einer von uns?”

Ich hab’s nicht verstanden. Ich versteh’s bis heute nicht.

Aber der Blick in ihren Augen sagte mir alles: Ich war nicht gerettet. Ich war verdammt.

Also tat ich das Einzige, was mir blieb. Ich schleppte mich hoch, schnappte mir das bisschen, das ich besaß, und verschwand. Weg vom Anwesen, weg vom Rudelland, weg von dem erstickenden Gewicht, Althea Mondruf zu sein – die kaputte Prinzessin.

Ich hab mich nicht umgedreht.

Kein einziges Mal.

Jahre später hab ich endlich den Mut aufgebracht, zurückzukehren. Ich hatte meinen Gefährten dabei – Moritz Nachtwald, ein Wolf aus den nördlichen Territorien. Nichts Besonderes. Kein königliches Blut, keine Rudelpolitik. Einfach nur ein guter Typ mit nem festen Job und einem warmen Lächeln.

Vielleicht hab ich ihn genau deshalb gewählt. Nach einem Leben in einem Palast, der sich wie ein Gefängnis anfühlte, wollte ich Normalität. Ich wollte jemanden, der mich um meiner selbst willen liebt – nicht wegen irgendeiner Blutlinie oder einem Titel, den ich nie wollte.

Alles, was ich wollte, war meiner Mutter gegenüberzustehen und die eine Frage zu stellen, die mich innerlich aufgefressen hat: Warum?

Ich hab nie die Chance bekommen.

In der Sekunde, als wir durch die Eingangstür traten, zog sie ihr Handy raus und zeigte ihm ein Video. Was auch immer auf diesem Bildschirm lief – es hat alles zerstört. Als es vorbei war, stand Moritz nicht mehr neben mir.

Er stand bei ihr.

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Toller Charakter

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Starker Dialog

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