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No Rule Island☆The Death Games

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Zusammenfassung

In einer Welt ohne Regeln ist Mitleid der sicherste Weg in den Tod. Das Jahr 2050. Die Erde ist nach einem nuklearen Krieg zu einem lebensfeindlichen Ödland verkommen. Die letzte Bastion der Menschheit ist Neo Tokio eine utopische, hochgesicherte Metropole der Superreichen. Für die Millionen von Menschen, die draußen in den verseuchten Slums im Dreck ums Überleben kämpfen, gibt es nur ein einziges Ticket ins Paradies: Das No Rule Death Game. 100.000 Teilnehmer. Eine gigantische, von Kameras überwachte Insel. Grausame, genetisch mutierte Monster, die "Kanju", die jeden Tag auf die Jagd gehen. Es gibt nur drei Wege aus diesem Spiel: Gewinnen, Tod oder die absolute Unterwerfung. Und Mitten Drin Ist das Mädchen Hina Sayaka dessen Schicksal sich in ihrem sechsten Spiel für immer verändern wird...

Genre:
Action
Autor:
Ekomaster
Status:
vor 2 Monaten
Kapitel:
8
Rating
n/a
Altersfreigabe
18+

Kapitel 1: Schwanengesang Im Ödland

(Saison 1) Anfang


Das Rauschen von übersteuerten Frequenzen schnitt durch die brütende Hitze des Ödlands. Überall auf der Insel an verrosteten Straßenlaternen, in den Ruinen verfallener Wolkenkratzer und an den massiven Betonwänden der Safe Zone erwachten Millionen winziger, insektoider Drohnen zum Leben.


Ihre Linsen fokussierten sich, Kameras surrten, und ein gigantisches, flimmerndes Hologramm projizierte sich in den stahlblauen Himmel.


Es war Viper.


Sie war keine Frau aus Fleisch und Blut, sondern eine hoch entwickelte, empfindungsfähige KI der unsterbliche, digitale Geist dieses grausamen Spektakels.


Ihr Avatar trug ein hautenges, schimmerndes Outfit aus fließendem Code, das sich wie flüssiges Quecksilber an ihre virtuellen Kurven schmiegte. Sie konnte alles sehen. Sie war das Auge von Neo Tokio.


"Guten Morgen, ihr kleinen Maden im Dreck der Slums! Und einen sündhaft teuren, wundervollen High Society Abend an meine geliebten Sponsoren hinter den sicheren Mauern!"


Vipers Stimme hallte synchron aus tausenden Lautsprechern über die Insel und flimmerte zeitgleich in die luxuriösen Penthouses der Elite.


"Heute ist Tag vier der fünfzehnten No Rule Death Games. Die Quoten sind so stabil wie euer Blutdruck, die Leichen stapeln sich formschön, und oh mein Gott, meine Algorithmen drehen durch seht euch das an! Unsere kleine Killer Prinzessin ist auf der Jagd!"


Die Kameras zoomten brutal nah heran. Sektor 4, die Ruinen eines ehemaligen Einkaufszentrums. Die Sonne brannte unbarmherzig auf den rissigen Asphalt, doch Hina Sayaka schien davon unberührt. Sie stolzierte durch das apokalyptische Ödland, als wäre es ein verdammter Laufsteg. Mit einer makellosen, erhabenen Haltung, die an die absolute Perfektion eines echten Supermodels erinnerte, glitt sie durch den Staub.


Ihr weißes Shirt und die schwarzen Leder-Leggings wiesen keinen einzigen Fleck auf. Ihr schneeweißes Haar wehte leicht im toxischen Wind, und ihre blutroten Augen starrten leer in die Schatten der Trümmer.


Fünf Männer muskelbepackte Scavenger, deren Körper von Narben und provisorischen Rüstungsteilen übersät waren brachen aus ihrem Versteck. Sie brüllten, schwangen rostige Macheten und Eisenstangen, getrieben von der Gier nach dem Kopfgeld der amtierenden Königin.


Sayaka blinzelte nicht. Ihr Puls veränderte sich nicht um einen einzigen Schlag. Als der Erste ausholte, tauchte sie mit einer fließenden Bewegung unter der Klinge hindurch. Ihre weiße Kampfstiefelspitze rammte sich mit chirurgischer Präzision gegen seine Kniescheibe. Ein feines Knacken, er fiel.


Bevor er den Boden berührte, riss sie seinen Arm herum und nutzte seinen eigenen Schwung, um ihm mit dem Ellenbogen das Genick zu brechen.


Der Zweite verlor seine Kehle an einen gezielten Handkantenschlag, der Dritte wurde durch einen brutalen Tritt gegen den Solarplexus entwaffnet und direkt danach mit seiner eigenen Waffe aufgespießt.


Es war kein Kampf. Es war eine maschinelle, eiskalte Säuberung. Zehn Sekunden. Fünf Leichen. "Wahnsinn! Einfach Wahnsinn!", kreischte Vipers Stimme aus einer nahen Drohne.


"Kein überflüssiger Schweißtropfen! Die Wettquote für einen 'Perfect Run' ohne einen einzigen Kratzer liegt momentan bei 1,2. Setzt euer Geld, meine reichen Freunde, solange die Quoten noch heiß sind!"

Sayaka ignorierte die fliegende Linse neben sich.


Sie schüttelte lediglich eine imaginäre Staubschicht von ihrem Ärmel und setzte ihren Weg fort. Doch exakt in diesem Moment der vermeintlichen Ruhe geschah es.


Ein dumpfes Summen. Der Boden unter ihr vibrierte.

Sie hatte den feinen Stolperdraht nicht gesehen. Eine EMP Schockmine, gekoppelt mit einem neuralen Hemmer alte, aber gefährliche Slum Technologie.


Ein blauer Blitz entlud sich krachend, fräste sich in ihr Nervensystem und ließ ihre Muskeln augenblicklich erstarren. Sayaka stürzte hart auf den staubigen Beton. Ihr Körper war für diesen Moment vollständig paralysiert.


Aus dem Schatten eines zerschmetterten Schaufensters trat eine gedrungene, schwitzende Gestalt. Goro. Ein Low Rank Spieler, ein opportunistischer Feigling, der genau auf so einen Moment gewartet hatte.


Er grinste breit, entblößte gelbe Zähne und stürzte sich sofort auf sie. Er drückte ihre Schultern brutal auf den Boden, riss ihren Kopf zurück und presste den kalten Stahl eines rostigen Messers direkt an ihre Wange.


"Ich hab sie! Ich hab die unantastbare Sayaka-chan!", brüllte er hysterisch in die Kameras der Drohnen. Sein Atem stank nach verfaultem Essen und Adrenalin.


Er begann zu jubeln.. erneut, er suchte die Aufmerksamkeit der Kameras schaute zu jeder Drohne die er finden konnte. Er fühlte sich wie der König, vor den Augen der gesamten Welt der jenige zu sein, der die Königin besiegen wird.


In den VIP Lounges von Neo Tokio hielten die Anzug Männer den Atem an.


"Uh-oh, Systemwarnung!", kommentierte Viper schrill, und ihr Code flimmerte rötlich. "Hat unsere unnahbare Queen etwa ihren Thron verloren? Goro, das kleine Schwein, hat tatsächlich eine Lücke gefunden! Die Einsätze auf Sayakas Demütigung brechen gerade meine Server!"


Doch während Goro zu sehr mit den prahlen beschäftigt war, herrschte in Sayakas Kopf absolute, eisige Stille.


Sie spürte keinen Stress. Sie spürte keine Angst. Ihr Verstand war ein hochleistungsfähiger Computer, der die Situation auswertete.


(Feind: Männlich. Physisch schwach. Puls bei ca. 140 Schlägen pro Minute. Hoher Adrenalinspiegel. Fehlende Kampfausbildung.)


(Eigener Status: Neurale Hemmung. Geschätzte Regenerationszeit der motorischen Funktionen: vier Sekunden. Drei. Zwei.)


Sie sah ihm direkt in die Augen. Nicht flehend, nicht wütend. Es war der leere, kalte Blick eines Raubtiers, das eine Fliege beobachtete. Sie spürte,wie er sich auf den finalen Akt vorbereitete. Jede Form von Panik würde nur unnötig Kalorien und Sauerstoff verbrauchen.


Sobald die Hemmung nachließ, würde sie ihre rechte Hand genau um fünfzehn Grad anheben, seine Luftröhre zerquetschen und seinen nutzlosen Körper als Köder für die Kanju liegen lassen.


Eine Sekunde.


Goro keuchte auf, setzte an und wurde abrupt von einer gewaltigen Kraft erfasst, als hätte ihn ein heranrasender Güterzug getroffen.


Ein dumpfer Knall hallte durch die Ruinen. Goros Kiefer brach mit einem widerlichen Geräusch, als der harte Lederstiefel eines Mädchens sein Gesicht traf. Er flog mehrere Meter durch die Luft, prallte gegen eine bröckelnde Betonwand und rutschte besinnungslos zu Boden.


Die Staubwolke legte sich langsam.


Vor Sayaka stand ein Mädchen. Sie trug eine lockere, fast schon bunte Kleidung, die in dieser grauen Hölle völlig deplatziert wirkte. Um ihre Hüfte war ein langes, pechschwarzes Katana geschnallt, dessen Griff noch vor Hitze zu flimmern schien, auch wenn sie den Tritt allein mit reiner Körperkraft ausgeführt hatte.


Doch das Irritierendste war ihr Gesicht. Sie lächelte. Ein strahlendes, ehrliches, völlig unbeschwertes Lächeln.


"Hey! Alles in Ordnung bei dir?", rief das Mädchen mit einer melodischen, lebensfrohen Stimme. Sie beugte sich zu Sayaka hinab, die sich gerade aus ihrer Paralyse löste und auf die Knie stützte.


"Dieser Typ war ja widerlich! Gut, dass ich noch rechtzeitig da war, was? Ein so hübsches Mädchen sollte nicht allein in diesen Sektoren rumhängen!"

Sayaka schwieg. Ihr interner Monolog analysierte blitzschnell die neuen Daten.


(Unbekanntes Subjekt. Identität: Unwichtig. Waffe: Traditionelles Katana. Bedrohungslevel: Unklar. Auffälligkeiten: Fehlt jeglicher Überlebensinstinkt. Keine Kenntnis meiner Identität.)


Sie wusste nicht, dass sie Hina Sayaka war. Sie wusste nicht, dass sie gerade die tödlichste Person auf der gesamten Insel "gerettet" hatte.


Das Mädchen streckte ihr fröhlich die Hand entgegen.


"Ich bin übrigens Hana... Und du bist?"


Sayaka starrte auf die gereichte Hand. Sie ignorierte sie komplett. Mit einer geschmeidigen Bewegung richtete sie sich auf, klopfte penibel ein unsichtbares Staubkorn von ihrer schwarzen Leder-Leggings und blickte Hana mit ihren leeren, roten Augen an.


Dieses naive Ding war schwach. Ineffizient. Laut.

Aber so rechnete Sayaka kalt zusammen Feinde würden in Zukunft zuerst dieses auffällige Mädchen angreifen. Hana war der perfekte, nichts ahnende Schutzschild.


Ohne ein einziges Wort zu erwidern, drehte sich Sayaka um und ging in Richtung der Safe Zone weiter.


"Wow, nicht sehr gesprächig, hm?",


lachte Hana hinter ihr, richtete ihr Katana an der Hüfte und rannte Sayaka mit federnden Schritten einfach nach.


"Macht nichts, ich rede gerne für zwei! Sollen wir zusammenbleiben? Weißt du, ich suche hier nach jemandem..."


Hoch über ihnen glitschte Vipers riesiges Hologramm durch den Himmel. Die KI-Moderatorin legte den Kopf schief, ihre digitalen Augen flackerten voller Neugier.


"Was für ein Plot Twist, meine Damen und Herren!", raunte Vipers Stimme genüsslich durch die Lautsprecher der Insel.


"Ein Bug im System? Bekommt unsere eiskalte, einsame Wölfin etwa ein blindes Schaf zur Seite gestellt? Bleibt dran! Das No Rule Game fängt gerade erst richtig an!"

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