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Der Mensch besteht aus Sternenstaub

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Zusammenfassung

Ein gesellschaftlicher Wandel in sieben Tagen - Eine kurze Geschichte der Menschheit.

Status:
Abgeschlossen
Kapitel:
1
Rating
n/a
Altersfreigabe
13+

Der Mensch besteht aus Sternenstaub

Blicke auf euch von oben hinab, nennt mich nicht Gott, das bin ich nicht. Doch wer oder was ich bin, das seht ihr nicht.


Erster Tag vom Rest der Welt:

Der Mensch besteht aus Sternenstaub. Individuell, doch glitzernd gleich. Unantastbar, doch verletzlich weich. So distanziert, doch sei Nähe der Schlüssel. Und die Türen noch zu erbauen.

Die Köpfe voller Ideen, Bilder, Wörter, Gedanken. Die Hände des Nutzens Nutzen, die Füße des Trampelpfads Erbauer. Die Welt, eben, frei, so unterschiedlich gleich. „Wer, wenn nicht ihr!“, schrie ich hinab und mit einem Schnips, da war’s passiert.

Sie bauten und bauten, sie schufen ohne sich umzuschauen, denn es würde sie bloß vom Ziel entfernen, dachten sie. Sie alle voller Pläne, voller Tatendrang, doch todgeweiht bis auf den Letzten.


Ein Tag der vergangenen Zukunft:

So sei es, so sei es! So waren sie erfüllt von Visionen, welche sie von der Distanz distanzieren sollten, sich ihr jedoch bloß näherten und weiter näherten. Blicke auf das, was getan, und das, was nicht. Das, was geheuchelt und das, was gelogen, des Anscheins nach gewollt, doch nie durchgezogen. Eher direkt aus den Köpfen entfernt und dort angesetzt, was ihnen eigen eine Zukunft brächte. Doch sehe ich mehr, als sie es je könnten. So treffen selbst Visionen irgendwann auf infinite Dunkelheit.


Ein Tag der privilegierten Freiheit:

Es seien Wände zu brechen, doch werden mehr erbaut. Immer höher, immer weiter, grenzenlos in Gedanken, doch nie grenzenlos. Sie spenden Schatten dort, wo die Sonne am schwächsten scheint. Wo Freiheit ein Fremdwort im Beispiele der Träume sei. Und wehe denen, die drunter leiden und einen Weg zur Freiheit - als Wort im Beispiele der Realität - erbauen, voller Gepäck auf dem Rücken: Kultur, Glaube.. Sperrgut; abgestempelt als Fremdkörper, als jene, die kommen, um zu nehmen:

Die intrinsische Isolation, ihre Freiheit als Wort im Beispiele des Privilegs. Und da, wo sich entgegenwirkende Meinungen bilden, geht es mehr darum, was andere von ihnen hören wollen, als was sie selbst zu sagen haben. Und so lassen sie sich im Strome treiben, es sei ja so einfach. Es verbinde. Und der Strom, er ist endlos, und verdrängt jene, die ihn zu verändern versuchen. Denn der Strom, er führt auch im Schlafe zum Ziel. Ständig am Träumen, doch wehe denen, die auch zu träumen wagen.


Ein Tag des sozialen Stillstands:

Es tut sich was, doch die Richtung, sie ist falsch. Es geht immer mehr ums Werden, weniger ums Sein. Dabei ist das Sein doch so wunderbar in der Quintessenz des Moments. So einzigartig, jedes Mal aufs Neue. Voller Wunder, unvorhersehbar. Jeder will ein Jeder sein, doch niemals wie jeder sein. Trotzdem wollen alle gleich sein, doch niemals gleichauf. Sie wollen sich anpassen, doch nicht angepasst sein. Sie wollen zusammenhalten, doch halten bloß auf. Sie wollen allein sein. Sie wollen zusammen sein. Sie wollen, wollen, wollen, doch wissen nicht, was sie wollen. Es ist so traurig, sich alleine zu freuen, alleine zu weinen, allein zu sein, doch schamhaft gleich, sich alleine nicht freuen zu können, vor anderen zu weinen, sich selbst nicht aushalten zu können. Wo sie einen Schritt nach vorne machen entsteht kein Fußabdruck.


Ein Tag der Welt am Abgrund:

Alles anders, doch sie bilden eine Inversion. Verstehen Sie es denn nicht? Wie lange soll das noch so weiter gehen? So lange, bis alle ausgerottet sind? So lange, bis.. ja, bis ich die Glühbirne herausnehmen - mich verbrenne, denn sie brennt schon lang - und ihnen beibringen muss, dass sich Dunkelheit und Unsicherheit nicht unbedingt selbiger Konnotation bedienen; dass es bloße Gewohnheit ist, welche selbst dunkelste Dunkelheit wie eine Tageshelle aussehen lässt. Doch der Weg dorthin ist zu dunkel, um ihn zu gehen, so drehen sie um. Und auf dem Weg vorwärts rückwärts entstehen Trampelpfade auf den gebrochenen Rücken der Schwachen. Und so sende ich Zeichen, damit sie sehen. Damit sie sehen, wohin, damit sie sehen, womit. Wie, warum, wohin, womit. Doch all das nur, wie ich es für richtig halte.


Ein Tag der Revolution:

Zu viel, zu viel, doch ein Ende? Durchs Sehen bestimmt, doch nicht in Sicht. Ich sagte es euch zum letzten Mal, doch gehorsam blieben die Wenigen. So seien sie verschont. Stecke Schwarz in Weiß in Schwarz in Weiß, doch handle ich mit den Augen geschlossen, sodass ihr nichts seht. „Und wie, ja, wie fühlt ihr euch jetzt?“, rufe ich auf sie herab, als wäre ich unschuldig. Denn das bin ich nicht. Eine Revolution beginnt im Kopfe des Auges - Ein Wechselspiel soll es sein. Von Licht und Schatten, und Farben, und Allen. Doch die Identität, die sie bildeten, verändere ich nicht, nein. Bloß ein Magnet in ihr Herz.

„..und wenn ich euch das Licht wieder schenke, so sollt ihr erwachen.“


Ein Tag des Erwachens:

Jemand sprach, es werde Licht. - Es sei Sonne, so golden, so warm. Ich sehe Blumen in der Blüte der Zeit, so bunt, voller Charme. Und zwischen Sonne und Blumen, da waren sie nun, jene die es schafften, Visionen über den Haufen zu werfen, zu versagen und Hand in Hand Distanz zu üben, Kreise zu bilden, während die Handlosen verstoßen, bis auf ihre Rücken geschlachtet wurden. Erstarrt von der Nacht und geblendet vom Licht, nun angezogen von den Magneten in den Herzen eines jeden: Positiv die der Ausgegrenzten - Negativ die der Ausgrenzenden. Ein Augenblick der L..Lie..Lieb.. Neologismus:

Liebe, die. Substantiv, feminin. Zweisilbig, Lie|be.

Weitergeführt, sogar ein Moment des Austauschs: Von Emotionen, Gefühlen, Erlebnissen, Gedanken, Erfahrungen, Problemen, von.. ja, von Fortschritt.

Wenn sich zwei Menschen umarmen, dann tauschen sie etwas aus. Und verstehen. Eine Art Tausch der Rollen, die sie mit selbst kreierten Normen besetzt annahmen und nicht überdachten, einfach annahmen und alles abwehrten, was sie attackierte. Und so stand Rolle gegen Rolle nun im Einklang, im Austausch, im gegenseitigen Verständnis. Denn wo ein Sklavenhalter einen Sklaven, ein Nazi ein Flüchtlingskind, ein Bänker einen Obdachlosen umarmt, lernen sie geben. Zurückgeben. Und das Auge wird ein Paar und bricht ihre Perspektive entzwei, und die Wände in Millionen Partikel, und das Licht in sie hinein.


Epilog einer Welt am Anfang:

Ich spreche zu euch als ebenbürtige Essenz einer Tragödie und eines Neuanfangs: Diese Welt, sie braucht Zeit, so lasst sie ihr. Lasst sie euch. Denn soll gedacht werden, wo auch gebaut und gefühlt werden, wo auch gedacht.

-Retrospektive, innerer Monolog-

Mein größter Fehler sei gewesen, das Auge zu sein, durch das sie sehen. So schraubte ich ihre Köpfe auf mit Einsicht, und erblickte. Denn das Sehen urteilt mehr, als es alle anderen Sinne fähig seien. Doch das Sehen birgt wahre Wunder, doch sei dies eine Nuss, die es zu knacken gilt, der Kern entfernt und in die Köpfe eines jeden gepflanzt werden muss, um zu verstehen. Vielleicht war es doch wichtig, über das Werden nachzudenken, doch sollten sie das Sein nicht vernachlässigen. Denn werden wir nie sein, ohne es je gewesen.

Und so blicke ich auf euch von oben hinab, nennt mich nicht Gott, das bin ich nicht. Doch wer oder was ich bin, das seht ihr nicht.

So schließt die Augen, öffnet euer Herz und fühlt das Licht, denn dann und nur dann seht ihr, wie bisher nicht.

Fin.


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Starker Dialog

author

Very interesting read with a very interesting concept. Feels like the story of creation, differently told, and in regard to something else. Anyway, the implementation of it is well done. Furthermore, the choice of words is noble also creating smooth rhymes at some points. That makes the whole piece even better. Overall, definitely worth a try, and great work.

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