The First Way To Love

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Summary

Nach sechs Jahren ohne Kontakt begegnet Luna durch Zufall Brandon, ihrem besten Freund aus Kindheitstagen. Schnell wird klar, dass sie der Anziehung zu ihm nicht widerstehen kann. Doch ob ihre Beziehung alle Hürden überwinden kann steht in den Sternen.

Status
Ongoing
Chapters
15
Rating
5.0 6 reviews
Age Rating
18+

Day One

Es war Donnerstagabend und ich saß mit meinen Freundinnen in üblicher Runde auf dem Sofa. Wir lebten schon eine ganze Weile in dieser WG und verbrachten jedes freie Wochenende damit, gemeinsam auszugehen. Auch dieses Wochenende wollten wir endlich mal wieder feiern gehen, da es selten vorkam, dass wir alle gleichzeitig freihatten. Also saßen wir im Wohnzimmer und sprachen darüber in welchen Club wir gehen wollten.


»Habt ihr schon von diesem neuen, angesagten Club Neon gehört?« Warf schließlich Madison ein und durchbrach damit das angestrengte Schweigen. Penelope strich sich nachdenklich die Haare hinters Ohr. »Ja, ich glaube schon, ich hätte nichts gegen ein bisschen Abwechslung. Aber der ist nicht hier in der Gegend, oder? Wie sieht’s mit euch aus?« Sie lächelte motivierend in Isabellas und meine Richtung. »Naja, also, wo soll der denn sein? Ihr wisst ja, ich fahre nicht gerne mit dem Taxi.« Isabella runzelte die Stirn und drückte das Sofakissen auf ihrem Schoß näher an ihre Brust, ich nickte nur zustimmend, woraufhin Madison nach ihrem Handy griff und nach dem Club im Internet suchte. Sie grinste mich breit an, als sie ihr Telefon wieder zur Seite legte. »Es ist schon ein Stück weg, aber ich denke, Luna wird gerne dorthin fahren, du hast doch sowieso jetzt eine Woche Urlaub bis nächsten Sonntag, oder?« Ich schaute Madison irritiert an. »Ähm ja, wieso?« Ihr Grinsen wurde noch breiter. Sie schaute zur Küchentür, an der ein Kalender mit all unseren Terminen und freien Tagen hing, und wie der Zufall es wollte, hatten wir alle vier gemeinsam die folgenden drei Tage frei. Nun sah auch Penelope fragend in Madisons Richtung. »Was haltet ihr davon Mädels, wenn wir alle zusammen einen spontanen Kurztrip nach Long Beach machen?« Sie strahlte in die Runde, und auch meine Mundwinkel hoben sich bei dem Gedanken an ein ereignisreiches Wochenende mit meinen Freundinnen. »Also, ich wollte nächste Woche sowieso zu meiner Mutter fahren, ich könnte euch übers Wochenende mit­nehmen, ihr müsstet euch nur für den Heimweg einen Uber bestellen.« Als sogar Isabella anfing, begeistert zu nicken, übernahm Madison wieder das Wort. »Alles klar, dann fahren wir gleich morgen früh nach Long Beach. Na los, Ladys, wir sollten keine Zeit verlieren, auf geht’s: Taschen packen.« Mit diesen Worten sprang sie auf und scheuchte uns alle in unsere Zimmer. Ich nahm mir einen größeren Koffer von meinem Schrank, da ich eine ganze Woche bei meiner Mutter verbringen würde, und schrieb ihr gleich noch eine Nachricht, dass ich schon morgen kommen würde und meine Freundinnen mich be­gleiten und bis Sonntag bleiben würden. Ich warf ein paar Outfits und Unterwäsche auf mein Bett und faltete diese schließlich, um sie in meinen Koffer zu packen, darunter natürlich ein kurzes, enges, weißes Cocktailkleid mit den dazu passenden Schuhen. Auf dem Weg ins Wohnzimmer sah ich mich lächelnd um.


Vor zwei Jahren hatten wir vier uns zufällig in dem Club kennengelernt, in dem Madison als Barkeeperin arbeitete. Wir hatten aus Spaß unsere Nummern ausgetauscht und waren schnell die besten Freundinnen geworden. Und seit einem Jahr schon wohnten wir nun in dieser WG zu­sammen. Beim Schlendern durch die Straßen des Herzens von Los Angeles hatten wir eine Wohnung mit fünf Zimmern gefunden, die erstaunlich günstig zu vermieten gewesen war. Wir hatten sie selbst nach unseren Wünschen renoviert und lebten nun in unserem ganz persönlichen Paradies im Zentrum von LA. Wir hätten unterschiedlicher nicht sein können, und doch waren wir uns alle so ähnlich.


Madison Iwanow, oder Maddie, wie wir sie liebevoll nannten, war fünfundzwanzig Jahre alt, sie hatte vor drei Jahren ihre russischen Wurzeln zurückgelassen und war nach Amerika ausgewandert. Ihr starker Akzent war unver­gleichlich und super süß. Sie war ziemlich groß und sah mit ihren langen braunen Haaren, haselnussbraunen Augen, ihrer blassen Haut und schlanken sportlichen Figur aus wie ein Supermodel. Die Tatsache, dass sie als Barkeeperin arbeitete, gab unwillkürlich Ausschluss darauf, dass sie das Partyleben liebte und keine Gelegenheit ausließ, vor dem Bartresen zu stehen und nicht dahinter.


Isabella Johnson, oder einfach nur Bel war unser schüchternes Mauerblümchen, doch wenn man sie genauer kannte, wusste man, sie hatte es faustdick hinter den Ohren. Sie hatte sich vor circa fünf Monaten von ihrem lang­jährigen Freund Marc getrennt, mit der Begründung, er sei ihr einfach zu sprunghaft, sie wollte Stabilität in ihrem Leben, die sie in ihm nicht gefunden hatte, als sie diese brauchte. Sie war sechsundzwanzig Jahre alt, fast genauso groß wie Madison und von der Figur ebenfalls einem typischen Model gleich, und wir alle beharrten darauf, dass sie definitiv skandinavische Vorfahren hatte. Sie hatte schulterlange hellblonde Haare, eine zärtliche Maske aus Sommersprossen auf ihrer Nase und den Wangen und wunder­schöne, faszinierende meerblaue Augen, die einem sofort jeden eigenen Willen nahmen. Sie arbeitete durch ihren Ehrgeiz bereits seit drei Jahren als erfolgreiche Maklerin und war nun regelmäßig überall in Kalifornien unterwegs, weshalb auch sie überglücklich war, als wir diese Traumwohnung fanden.


Penelope Brown, unser Spitzname für sie war kurz und knackig nur Len, sie war ein Jahr älter als Isabella und somit die Älteste von uns. Sie arbeitete als Assistentin für die Chefin einer erfolgreichen Modezeitschrift. Sie hatte regel­mäßig neue Haarfarben doch nun hatte sie sich schon seit einer Weile auf ihren schwarz-roten Balayage versteift, der ihr unglaublich gut stand. Mit ihren langen Locken und ihrer sportlichen, aber sehr kurvigen Figur war sie eine absolute Augenweide. Ihr gebräunter Teint und ihre grünen Augen gaben ihrem attraktiven Erscheinungsbild den letzten Schliff. Sie legte sehr viel Wert auf ihr Aussehen, auch da sie sehr oft ihre Chefin auf öffentliche Events begleitete, verließ sie nie ohne Make-up das Haus.


Zu guter Letzt war ich, Luna Santos, mit vierundzwanzig Jahren die jüngste, wie auch die Kleinste von uns vieren, doch auch ich hatte optisch viel zu bieten. Dank meiner brasilianischen Gene hatte ich einen dunklen Teint, eine sehr schlanke Taille und dazu ausgeprägte Rundungen. Meine schwarzen Haare fielen glatt und seidig über meinen gesamten Rücken und auch meine dunkelbraunen Augen konnten einen verschlingen. In der Regel war ich die Sonne der Gruppe, es musste viel passieren, damit ich schlechte Laune bekam. Als Sängerin in einer bekannten Bar direkt eine Straße weiter, war ich sehr glücklich über meinen ver­längerten Urlaub, da ich normalerweise nur ein Wochenende im Monat frei bekam. Und nun konnte ich ganze drei Tage mit meinen besten Freundinnen wegfahren.


Ein letztes Mal ließ ich meine Erinnerungen schweifen, bis ich glücklich lächelnd meinen Blick nochmals auf den Kalender an der Küchentür richtete. Diesen Freitag, Samstag und Sonntag würde ich die beste Zeit in diesem Sommer haben. Seit Isabella mit ihrem Ex-Freund Marc Schluss gemacht hatte, waren wir ausnahmslos alle hoffnungslose Singles, und für Dates hatten wir ebenfalls keine Zeit und keine Nerven. Deshalb blieb es meist bei dem ein oder anderen One-Night-Stand und das würde sich bestimmt auch dieses Wochenende nicht ändern.


Das Vibrieren meines Handys riss mich aus meinen Gedanken. Meine Mutter hatte mir geantwortet.


Mom: Das kommt etwas kurzfristig, aber ich frage Antonio, ob er wenigstens zwei Doppelzimmer für euch frei hat. Ab Montag kommst du dann aber zu mir, oder? Kuss Mom :)


Ich schrieb ihr gleich zurück.


Luna: Das wäre gut, vielen Dank. Natürlich, ab Montag niste ich mich wieder bei dir ein. Ich hab’ dich lieb Mom.


Ich hängte noch ein Herz-Emoji an und steckte dann freudestrahlend mein Telefon wieder in meine Hosentasche.


Ella Santos war eine liebende Mutter, aber ebenfalls eine sehr elegante, temperamentvolle Frau. Ihr Freund Antonio besaß ein kleines Motel in der Nähe meines Elternhauses und hatte jahrelang versucht, meiner Mutter den Hof zu machen, bis er es, vor etwa einem halben Jahr, endlich geschafft hatte ihr Herz zu erweichen.


Ich strich meine Haare hinter meine Ohren und lief ins Badezimmer, um Zahnbürste und Duschbad in meinen Kulturbeutel zu packen. Plötzlich tauchte Madison hinter mir auf, mit der ich mir eines der zwei Badezimmer teilte, da es näher an unseren Zimmern lag. Sie griff ebenfalls nach ihrer Zahnbürste und grinste mich frech an. »Ich hoffe, du hast mehr als ein heißes Outfit eingepackt. Du weißt, du kannst dir jederzeit etwas von uns leihen. Wir haben schließlich nicht nur eine, sondern zwei vielversprechende Nächte vor uns.« Ich lächelte sie schief an. Madison kannte mich zu gut. Ich besaß ausschließlich schlichte Kleidung, weil ich zu geizig war mir teure Kleider zu kaufen, da ich mir sämtliche Kostüme und Outfits für meine Auftritte, von der Freundin des Barbesitzers auslieh. »Naja ich habe ein weißes Cocktailkleid, und ein paar normale Sachen eingepackt. Wenn du möchtest, könnt ihr gerne eure Kleiderschränke für mich durchstöbern.« Ohne weiter abzuwarten, klatschte Madison sich in die Hände und lief ins Wohnzimmer, wo sie die anderen beiden zu uns rief. »Meine Lieben, lasst uns für Luna ein richtig heißes Outfit zusammenstellen.« Sagte sie schließlich und schob mich sanft in Richtung Sofa, wo ich mich theatralisch seufzend auf den weichen Stoff fielen ließ. Isabella und Penelope machten sich sofort auf den Weg in ihre Zimmer, und auch Madison bedeutete mir mit einer Handbewegung und einem Zwinkern, im Wohnzimmer zu warten. Alle drei kamen nach wenigen Minuten mit vollen Händen, oder besser gesagt Armen, wieder zurück. Sie warfen alles nebeneinander auf die Couch und stellten sich nachdenklich vor den Berg an Kleidung und mich, während ihre Blicke zwischen dem Haufen und mir hin und her wanderten. Schließlich schob Penelope die anderen beiden sanft bei Seite. »Lasst mich das mal machen, Ladys. Mal sehen, was haben wir denn hier Schönes?« Sie begann die Kleider durchzuwühlen und zu sortieren, bis ihr Blick auf einmal aufhellte. Sie griff nach einer verdammt kurzen ausgefransten Shorts, die tatsächlich sogar mir gehörte und einem ebenso kurzen silbernen Paillettentop, welches bis auf ein dünnes Kettchen komplett rückenfrei war und einen tiefen Ausschnitt hatte. Sie hielt mir beides direkt vor die Nase. »Anziehen!«, befahl sie. Sprachlos griff ich danach und bewegte mich langsam in mein Zimmer. „Ohne BH.“ Sagte Isabella noch, kurz bevor ich über die Schwelle zu meinem Zimmer getreten war. Ich drehte mich für einen kurzen Augenblick um und streckte ihr die Zunge raus. »Ja, ja!«, sagte ich nur frech und stellte mich schließlich vor den großen Spiegel in meinem Zimmer. Ich schlüpfte aus meinen gemütlichen Klamotten und zwängte meinen runden Po in die kurze Shorts. Dann entwirrte ich das Paillettentop und nachdem ich meinen BH ausgezogen hatte, versuchte ich umständlich die dünne Kette zu fixieren, damit alles dort blieb, wo es hingehörte. Als ich schließlich meinen Blick hob und in den Spiegel sah, entwich mir nur ein staunendes »Verdammt!«. Wie aufs Wort standen auch schon Madison, Isabella und Penelope hinter mir, und als würde es aus einem Mund kommen wiederholten sie alle gleichzeitig mein überraschtes Verdammt. Isabella kam auf mich zu und zupfte das Oberteil und die silberne Kette an meinem Rücken zurecht. »Also Len ich bewundere dich ja sowieso schon für dein Händchen für Mode und Make-up, aber diesmal hast du dich echt selbst übertroffen. Luna du siehst so unfassbar heiß aus. Ich meine, schaut euch diese Kurven an!«, sie formte mit ihren Händen meine schlanke Taille und meine breiten Hüften nach. Wie zur Demonstration schwang ich kurz meine Hüften und Schultern auf und ab, wobei meine Brüste ebenfalls in Bewegung kamen. Wir alle fingen an, laut zu lachen. Nachdem wir uns wieder gefangen hatten, bedankte ich mich bei ihnen, bat sie ihre Klamotten wieder aus dem Wohnzimmer wegzuräumen und scheuchte sie aus dem Zimmer, um mich wieder umzuziehen. Danach trafen wir uns alle auf der Couch im Wohnzimmer wieder und ich ergriff gleich das Wort. »Es ist gleich schon Mitternacht, wir sollten schlafen gehen. Meine Mom kümmert sich um alles, wir können also gleich nach dem Frühstück losfahren.« Nickend erhob sich Madison von der Couch. »Ich freue mich sehr auf die nächsten Tage und vor allem Nächte. Wir sollten uns jetzt ausruhen und es ab morgen richtig krachen lassen.« Wir wünschten uns alle eine gute Nacht und begaben uns schließlich wieder auf unsere Zimmer.


Dieses Wochenende würden wir es definitiv krachen lassen.