โ๐ ๐ ก๐ ๐ ๐ ๐ โ
Meine langen Haare wehten im feuchten Wind des US- Staates Ohio.
Schnellen Schrittes lief ich dem Dunkelhaarigen hinterher, sodass die hohen Absรคtze meiner Schuhe schallende Tรถne auf dem Asphalt erklingen lieรen.
Die Regentropfen, die auf die Straรen und auf meinen Regenschirm prasselten, hinterlieรen weitere dumpfklingende Tรถne, wรคhrend ich meinen weiรen Regenschirm fest mit meiner rechten Hand umgriffen trug.
Es ist erstaunlich, wie viel Halt er mir gibt, um diese Situation erfolgreich zu meistern.
Ruckartig schnappte meine andere Hand nach dem Handgelenk des jungen Mannes, dessen voluminรถse, hellbraune Haare nun durch den Regen dunkel und glatt auf seinem Kopf lagen, und wendete ihn in meine Richtung, woraufhin ich mit glรคsernen Augen in seine unschuldigen, braunen Rehaugen blickte.
Ich blinzelte, um meine Trรคnen zurรผckzuhalten, doch es funktionierte nicht so wie erhofft. โA-aber i-ich liebe dich doch!", schluchzte ich. Sein gebrochener Blick versetzte meinem Bauch mehrere harte Stiche. โIch...- tut mir leid, aber ich kann das einfach nicht mehr.", antwortete er daraufhin entschlossen, entzog sich blitzschnell meinem Griff und lieร mich, ohne sich nochmal zu mir umzudrehen, alleine auf der verregneten Seitenstraรe Columbus' stehen.
Meine Beine fielen in sich zusammen, sodass ich nun hockend auf der Straรe saร. Mein mit Trรคnen bedecktes Gesicht, sowie meine sicherlich roten Augen verdeckte ich mit meiner linken Hand โL-Louis!", schrie ich ihm verheult und heiser hinterher, jedoch war es zu spรคt, er hat mich entgรผltig verlassen.
Letztendlich fiel ich in mich zusammen, schluchzte in meine Hand und merkte nur noch wie mehrere Menschen an mir vorbeizogen, ehe ich alles ausblendete und nur noch den Tรถnen der platschenden Regentropfen lauschte.
โCut!", schrie ein Mann aus der Regie, woraufhin ich mich wieder aufrichtete, mein Kleid glattstrich und zuletzt die Trรคnen von meinen Wangen wischte.
โSehr guter Kliffhรคnger, Robert.", hรถrte man nur noch aus dem Hintergrund, woraufhin sich mehrere Gesprรคche in den Gang setzten.
โSchluss fรผr heute und fรผr diese Staffel!", teilte der gleiche Mann uns mit, klatschte zufrieden in die Hรคnde und zauberte mir damit ein breites Lรคcheln in mein Gesicht.
โWir benachrichtigen euch, wann die nรคchste Staffel gedreht werden soll."
Weitere Gesprรคche nahmen ihren Lauf und der Regisseur wendete sich an uns Schauspieler. โSehr gut gemacht, Katharina, aber das bin ich tatsรคchlich schon von dir gewohnt.", schmeichelte er mir mit stolzem Blick und verabschiedete sich daraufhin von mir. Die Anderen taten es ihm gleich, packten gemรคchlich zusammen und verlieรen letztlich das Gebรคude.
Wรคhrend sie das taten, begab ich mich auf den Weg zu der Garderobe, zog dort das rote Kleid aus, das fรผr meinen Geschmack schleunigst in meinen eigenen Kleiderschrank gehรถrt, und meine blaue Jeans mit einer weiรen Bluse an. Dazu legte ich mir wieder meinen silbernen Schmuck um und zog meine schneeweiรen Markenschuhe an.
Plรถtzlich ertรถnte das laute, schwungvolle Gerรคusch der Garderobentรผr und ein darauffolgender lauter Knall, als diese anscheinend mit voller Wucht an die Wand der Garderobe schlug. Aufgrund von dem schmetternden Aufschlag, stolperte ich einige Schritte zurรผck, wรคhrend meiner Kehle automatisch ein hoher Schrei entwich.
Mein Blick traf sofort auf die hineinschreitende Person. โHey, Engelchen!", rief mir meine Maskenbildnerin Olivia zu, die sich erlaubt hatte ohne anzuklopfen einfach hereinzustรผrmen. Sie hatte ihre schwarzen, glatten Haare zu einem stylishen Bob frisiert, die auรerdem vorne leicht angeschrรคgt zu sein schienen. Ich bewunderte schon seit lรคngerer Zeit ihre wunderschรถnen tiefdunklen, braunen Augen und ihre langen Wimpern. Auรerdem ist sie jeden Tag von Kopf bis Fuร perfekt gestylt und verdient hรถchsten Respekt fรผr ihre offene, sympathische Art.
Nach einer Umarmung erlรคuterte sie schlieรlich, warum das Reinplatzen von eben ihrer Meinung nach ziemlich nรถtig gewesen war. โIch wollte dich fragen, ob du so rausgehen mรถchtest oder ich doch nochmal alles frisch machen soll.", wedelte sie mit der Hand in der Gegend herum, zeigte jedoch weiterhin eindeutig auf mein Gesicht.
Auf ihre Frage hin, blickte ich flรผchtig in den Spiegel. Erschrocken weiteten sich meine Augen und blickten in das mit Wimperntusche verschmierte Gesicht. Wรคh...
Die Wimperntusche war eindeutig รผberall in meinem Gesicht vertreten. Die dunklen, senkrechten Schlieren waren jedoch nicht einmal das Schlimmste, auch meine Augen waren derzeit nicht mehr schรถn anzusehen, denn sie waren von dem ganzen Weinen ganz rot angelaufen.
Das Einzige, was in meinem Gesicht immer noch perfekt aussah, war der wasserfeste, dunkelrote, sowie matte Lippenstift. Du tust zur Abwechslung wirklich einen guten Job.
Als sie meine Reaktion bemerkte, kicherte sie, schob mich entschlossen aus der Garderobe und setzte mich auf den Schminkstuhl der einen Raum weiter wahrscheinlich schon auf uns gewartet hatte.
โNรคchstens treffen wir uns mal wieder auf einen Kaffee.", schlug Olivia lรคchelnd vor und erhielt meine Zustimmung. Sie war nรคmlich nicht nur meine Maskenbildnerin, sondern auch eine echt gute Freundin. Wir lernten uns am Set kennen und verstanden uns auf Anhieb richtig gut.
Nach einer Viertelstunde war sie fertig und lieร es mich schlieรlich mit einem freudigen โTada!", und dem zeitgleichen Drehen des bequemen Schminkstuhls, auf dem ich mit einem zufriedenen Lรคcheln saร, wissen.
Dankbar umarmte ich sie, da sie ausschlieรlich der Grund dafรผr war, weshalb ich mich wieder in der รffentlichkeit blicken lassen konnte.
Schnell setzte ich noch meine in Rosa spiegelnde Sonnenbrille auf, streifte meine fรผnf silbernen Ringe รผber meine Finger und griff letztendlich nach meiner ebenso pastellrosanen Handtasche, die die ganze Zeit auf der hellgrauen Couch verweilt hatte.
Ich verabschiedete mich mit einem breiten Lรคcheln von ihr und trat aus der Garderobe. Hinter mir zog ich wieder die Tรผr zu, die bis jetzt immer noch die ganze Zeit offen stand.
Plรถtzlich stellte sich ein aus dem Nichts kommender, ungebetener Gast roboterartig in den Gang und hinderte mich somit am Weitergehen.
โMiss Jones?", sprach mich dieser breit gebaute Mann von links an und verzog nicht ein einziges Mal sein emotionsloses, arrogant nach vorne blickendes Gesicht, als dรผrfte er nicht lรคcheln oder in meine Augen blicken.
Skeptisch drehte ich meinen Kopf in seine Richtung und antwortete erstmal nicht. Was erlaubt der sich รผberhaupt?
Mit einem genauso kalten Gesichtsausdruck, wie der, den er soeben aufgesetzt hatte, schob ich meine Sonnenbrille in meine leicht lockigen, dunkelblonden Haare, sodass mir nun keine kurzen Strรคhnen mehr ins Gesicht fallen konnten.
Musternd fuhren meine grรผnen Augen an seinen Kรถrper hinab, was mich wahrscheinlich in diesem Augenblick sehr arrogant wirken lieร.
Aber ich muss ihn sowieso nie wieder sehen, also I don't care.
Seine unter dem schwarzen Anzug und darunter weiรen Hemd zu erahnenden Muskeln, lieรen sein Anzug straff an seinem Oberkรถrper anliegen. Mein rechter Mundwinkel zog sich langsam und unscheinbar nach oben, als ich plรถtzlich bemerkte, dass sie nur aufgrund der absichtlichen Anspannung seines Kรถrpers so stark zu bemerken waren.
Mein Blick fuhr weiter hinauf รผber seinen kantigen Kiefer bis schlieรlich zu den glitzernden saphirblauen Augen, die mich offenbar genauso detailliert und prรผfend musterten.
Seine dunklen, leicht lockigen Haare glรคnzten in dem Licht des Flurs wie Onyx. Und obwohl sie auf den ersten Blick so schienen, als wรคren sie total penibel gestylt worden, konnte man auf dem zweiten Blick erkennen, dass sie trotzdem in gewisser Weise zerzaust und voluminรถs abstanden.
Ehrlich gesagt traf ich selten einen so gutaussehenden Mann wie ihn, der nebenbei bemerkt immernoch in meinem Weg stand.
Doch so wie der aussah, war ich mir sicher, dass er eine Freundin hatte, sonst mรผsste ich wirklich an der Menschheit zweifeln... oder er ist ein Player.
Jedoch hielt mich sein Aussehen auf keinen Fall davon ab, ihn so schnell es geht loswerden zu wollen... denn es ist glasklar, weshalb er meinen Namen kannte:
Dieser Mann hier vor mir, war der neue Bodyguard, den meine Eltern auf mich angesetzt hatten, und somit der Siebte, den ich nun vertreiben musste.
Das Spiel beginnt, Mister Ahnungslos!
ENDE DES PROLOGS
Herzlich Willkommen meine Lieben,
bei dem Prolog meiner ersten Story 'Mr. Eiskalt'.
Ich hoffe, euch hat der Prolog gefallen.
Das kรถnnt ihr mir auch gerne mit einem Sternchen oder einem lieben Kommentar zeigen.
Bei Fragen o.ร. kรถnnt ihr mich auch gerne รผber die Kommentare der einzelnen Kapitel kontaktieren oder natรผrlich auch privat.
Danke euchโฃ๏ธ
Bis zum nรคchsten Kapitel,
Eure
Lษชษดษช โฆ









Schรถn geschrieben. Interessanter Einstieg, mit dem Dreh zu beginnen ๐๐ผ Man bekommt eine Ahnung, wohin die Geschichte lรคuft und eine Vorstellung davon, welche Charaktere man hier vor sich hat.
mal sehen, wie du es weiter aufbaust ๐