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Im Bann der Flammen

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Summary

Im Bann der Flammen Amrei lebt ein einfaches, aber erfülltes Leben, bis ein brutaler Überfall ihr Dorf zerstört. Ihre Familie wird getötet, sie selbst und andere Frauen von skrupellosen Sklavenhändlern verschleppt. Gefangen und ihrer Freiheit beraubt, weigert sich Amrei, die Hoffnung aufzugeben - für sich und die anderen Frauen. Doch Rettung naht in Form zweier unerwarteter Verbündeter: Taran, ein geheimnisvoller Magier mit scharfer Zunge und verborgenem Mitgefühl, und Xystos, ein Krieger, der ebenso zynisch wie loyal ist. Gemeinsam nehmen sie die Spur der Entführer auf, entschlossen, Amrei und die anderen Frauen aus den Fängen des Sklavenhandels zu befreien. Doch die Reise ist gefährlich, und der Feind mächtiger, als sie ahnen. Amrei erkennt, dass sie nicht nur auf ihre Retter zählen kann - sie muss selbst kämpfen, um ihre Freiheit zurückzugewinnen. Die Flamme der Hoffnung in ihr wird zu einer unbändigen Kraft, die ihr Schicksal und das ihrer Gefährtinnen verändern könnte. Ein packender Fantasyroman über Mut, Überlebenswillen und die Macht, sich selbst zu retten.

Status
Ongoing
Chapters
3
Rating
n/a
Age Rating
18+

Chapter 1

Der Wind wehte ihm das lange blonde Haar ins Gesicht. Die smaragdgrünen Augen fixieren die Angreifer, welche sie umzingeln. Seine Füße sind fest mit dem Erdboden verankert, um bei einem Angriff nicht das Gleichgewicht zu verlieren. In seiner rechten Hand umklammert er sein Breitschwert, dessen Klinge mit feinen goldenen Verzierungen geschmückt ist. In der Linken hält er ein robustes Schutzschild, welches ihm bereits sehr oft gute Dienste geleistet hat. In seinem Rücken spürt er die Wärme, welche sein Kamerad abgibt. Auch er ist hochkonzentriert. Dessen dunkle Augen sind auf die Gegner gerichtet. Die kurze braune Mähne wird vom Wind zerzaust. Das einzige Geräusch sind die Blätter, die sich im Takt wiegen. Selbst die Vögel scheinen die Gefahr zu spüren, und geben keinen Laut von sich. Die Luft ist zum zerreißen gespannt, ein falscher Schritt und sie werden von der Übermacht des Gegners überrannt. Mit einem gehässigen Grinsen löst sich eine der Frauen aus der Menge der Angreifer und geht einige Schritte auf die beiden zu. „Ihr seid in das Gebiet der Amazonen eingedrungen! Darauf steht der Tod!", lässt sie die beiden mit schneidender Stimme wissen. Drohend hält sie ihr Schwert auf die beiden gerichtet und funkelt die Männer mit wütenden Augen an. „Wir bitten die Königin der Amazonen höflichst um Verzeihung. Das Durchqueren eures Gebietes geschah nicht mit böser Absicht.“ Die Stimme des groß gewachsenen Mannes strahlt Ruhe und Selbstvertrauen aus. Seine Kampferfahrung und sein Können lassen ihn in gefährlichen Situationen besonnen Handeln. „Eure Absichten zählen nicht! Das Betreten unseres Landes ist keinem Mann, ohne Erlaubnis der Königin gestattet!" Die blonde Amazone geht mit hocherhobenem Haupt auf den Krieger zu. „Und ihr... habt keine Erlaubnis!", knurrt sie. Mit diesen Worten geht sie zum Angriff über und schwingt ihr Schwert. Problemlos verteidigt sich der junge Kämpfer, sehr darauf bedacht, seine Gegnerin nicht zu verletzen. Ein gezielter Schlag, er duckt sich, zieht ihr die Beine weg, sie verliert das Gleichgewicht und landet im Dreck. Statt ihr nachzusetzen und die Finte zu Ende zu bringen, tritt der zurück und lässt ihr die Chance aufzustehen. „Ich will euch nicht verletzen! Mein Name ist Taran und das ist mein Freund Xystos. Wir verfolgen einen Betrüger, der einer Freundin von uns Geld schuldet. Seine Spuren führten uns hierher." Die Blonde Amazone ignoriert seine Worte. Sie greift nach ihrem Schwert, springt auf, sodass sie in der Hocke auf ihren Füßen landet. Blitzschnell richtet sie sich auf und stürmt auf Taran zu. Jener ist bereit, sich zu verteidigen. „CALISTO!" ertönt eine laute Stimme aus den hinteren Reihen. Die Amazone stoppt sofort ihren Angriff. Taran dreht sich zu der Stimme und versucht ein Gesicht auszumachen. Die Formation des Gegners öffnet sich, die Kriegerinnen treten beiseite. Der geschaffenen Pfad ermöglicht es, einem schwarzen Pferd auf die beiden Männer zuzukommen. Auf dem Hengst sitzt eine junge Frau, deren himmelblauen Augen fixieren Taran. Ihr schwarzes Haar fällt über ihre Schultern und umrahmen das schmale Gesicht. Seine Augen wandern über den perfekt proportionierten Körper, und bleiben einen Moment zu lange an ihren vollen Lippen hängen. „Hier ist niemand durchgekommen, ihr müsst euch irren", erklärt sie ihm ruhig. Er schenkt ihr ein süffisantes Lächeln, bevor er antworten kann, ergreift Xystos das Wort: „Ich irre mich nicht, wenn es um das Verfolgen von Spuren geht! Er kam hier durch. Vielleicht ist es euch entgangen!", knurrt er. „Uns entgeht nichts! Jeder Fremde, der hier durchkommt, zahlt: Entweder unseren Wegezoll oder mit dem Leben!" „Wegezoll? Na das klingt doch gut. Wieviel Schulden wir euch?", klinkt sich Taran wieder ein. Jetzt ist es an der Amazone, ihre Blick über die Körper der beiden Krieger gleiten zu lassen. „Seid nicht so sicher, dass euch dies gefallen wird... wobei... vielleicht ja doch, aber diese Entscheidung obliegt unserer Königin!" Sie macht eine Geste, dass sie ihr folgen sollen. Taran steckt sein Schwert weg. Missmutig folgt Xystos dem Beispiel seines Freundes. „Das ist keine gute Idee!", raunt er ihm zu. „Abwarten!", befiehlt er dem Blonden. Nach einem kurzen Fußmarsch, erreichen sie ein kleines Dorf, wenn man es so nennen kann. Die Behausungen sind teilweise in die Bäume gebaut und diese mit Hängebrücken verbunden. Der Weg zwischen den hohen Bäumen hindurch führt zu einem runden Platz. Hier wurde Platz geschaffen, so dass eine Art Thron aufgebaut werden konnte. Wo eine weitere Amazone saß. Etwas älter als die Kriegerinnen, welche die beiden begleiteten. Ihr dunkles langes Haar war mit grauen Strähnen durchzogen, was ihrer Schönheit jedoch keinen Abbruch tat. Xystos ertappte sich, wie er sie anstarrte. Taran räuspert sich kurz und holte so den Freund wieder zurück. Die Amazone, welche wohl einen etwas höheren Rang hatte, Da es ihr möglich war, den Kampf von Taran zu unterbrechen, ging auf die Königin zu und sprach kurz mit dieser. Jene nickte und erhob sich dann. „Meine Tochter Kara hat mir berichtet, was vorgefallen ist. Auf das Eindringen in unser Land steht die Todesstrafe, ihr habt euch jedoch als gnädig erwiesen, als ihr meine Kriegerin verschont habt." Ihr Blick schweift über die Amazonen, bis sie findet, was sie sucht. „Calisto!" Die Angesprochene tritt mit gesenktem Haupt vor: „Ja, meine Herrin." „Du verdankst dein Leben der Gnade eines Mannes. Diese Schmach wird nun ein Leben lang an dir haften!", spricht die Königin weiter. Die Blonde ballt ihre Hände zu Fäusten. Die aufsteigende Wut zügelnd, hebt sie langsam ihren Kopf, um den Blickkontakt zu ihrer Herrscherin aufzunehmen. „Ich fordere ihn erneut zum Kampf auf Leben und Tot!", spricht sie laut. Taran hebt überrascht den Kopf, da hat er ja wohl auch noch ein Wort mitzureden. Er hatte nicht vor erneut gegen das junge Ding zu kämpfen. Sie musste noch einiges lernen. „Selbst ein Sieg wird nichts daran ändern", erklärt die Königin in ruhigem, aber bestimmtem Ton. „Diese Schmach wirst du nie wieder abwaschen können." Taran möchte sich gerne einmischen und erklären, dass ein Kampf gegen ihn zu verlieren keine Schmach bedeutet. Im Gegenteil, sie hat sich tapfer geschlagen, muss vielleicht noch etwas trainieren, aber sie ist jung. Wenn er sich nun als Magier zu erkennen gibt, landet er am Ende auf dem Scheiterhaufen. Xystos erkennt den Zwiespalt seines Freundes. Er greift nach dessen Hand und schüttelt sanft mit dem Kopf. Sie mussten sich schon oft genug irgendwo rauskämpfen, weil sie enttarnt wurden. Die Gesetze dieser Amazonen sind nicht ihr Problem. Noch nicht! Sie beobachten, wie die blonde Amazone ihnen einen hasserfüllten Blick zuwirft. Schließlich geht sie vor der Königin auf die Knie, wirft ihre Waffen in den Sand und entledigt sich ihrer Rüstung, so dass sie nur noch in ihrem ledernen Unterkleid vor ihnen steht. „Ich erwarte eure gerechte Strafe, meine Königin." Ihr Haupt gebeugt, blickt sie nun zu Boden. Mit wiegenden Schritten steigt die Königin die Stufen ihres Podests herunter. Mit einer fließenden Bewegung hebt sie das Schwert ihrer Kriegerin auf. Im Lager herrscht Totenstill, bis ein leiser Gesang angestimmt wird. Es scheint, als singen sie für ihre todgeweihte Kriegerin ein Requiem. „Da ist doch Irrsinn!", ruft Taran plötzlich. „Diese Amazone hat gut gekämpft und unter anderen Umständen vermutlich auch gewonnen." Xystos sackt in sich zusammen, na dann auf in den Kampf, denkt er sich.

„Mischt euch nicht in unsere Traditionen ein! Im Kampf einem Mann zu unterliegen, zieht den Tod nach sich. Da ihr euer Recht im Kampf nicht eingefordert habt, steht diese Aufgabe nur mir zu."

„Vielleicht solltet ihr in euren Gesetzen ein paar Feinheiten einbauen. Sie hatte überhaupt keine Möglichkeit, gegen mich zu gewinnen!"

„So überheblich kann nur ein Mann sprechen, der glaubt eine Frau kann nicht kämpfen..."

„Nein, nein, ihr versteht mich falsch!", bevor er weiterhin mit Worten versucht sie zu überzeugen, zeigt er es ihnen einfach. Mit einer kleinen Handbewegung und einem gemurmelten Wort, lässt er einen Ring aus Feuer, um ihn und Xystos entstehen. Kurz danach kommt starker Wind auf und löscht dieses wieder.

„Eure Kriegerin kämpfte nicht nur gegen einen Mann, sondern einen Magier."

„Ihr kämpft nicht fair!", empört sich die blonde Kriegerin.

„Warum sollte ich, wenn ich drohe zu unterliegen", fragt er leichthin. Diese Gefahr bestand zwar zu keiner Zeit, aber wenn er so das Leben dieser jungen Frau retten kann, wird er sie in diesem Glauben lassen. Die Königin kneift ihre Augen zusammen: „Ihr seid ein Zauberer? Und was ist mit eurem Freund?"

„Ich bin nur ein Mensch!", antwortet Xystos. Sein Blick fest auf die Amazonen gerichtet, so dass ihm keine ihrer Regungen entgeht.

„Dann lasst ihr also euren Zaubererfreund für euch kämpfen!", sagt die Königin abfällig. Erzürnt greift der blonde Hüne bereits zu seinem Schwert und will kopflos zum Angriff übergehen. Mit einem beherzten Schlag mit dem ausgestreckten Arm vor dessen Brust bringt Taran den Freund zur Räson und stoppt ihn.

„Mein Freund ist ein Hitzkopf. Wie Menschen das manchmal so an sich haben!" Er unterscheidet bewusst nicht nach Mann und Frau, wie die Amazone es tut. Seiner Erfahrung nach, ist dies eine Eigenschaft, die ein jeder besitzen kann. Ganz egal welches Geschlecht.

„Wir sind nur auf der Suche nach einem Betrüger. Seine Spuren haben uns hierher geführt." Die Königin hebt die Hand und gebietet Taran auf diese Weise, er solle schweigen. Ein weiteres Zeichen mit ihrer rechten Hand und die Menge der Amazonen teilt sich. Erwartungsvoll blicken die beiden Soldaten auf die Gestalten, die sich nun nähern. Zwei Amazonen schleppen etwas, das an einen Sack gefüllt mit Korn erinnert in die Mitte. Als sie es abwerfen, gibt es ein leises Wimmern von sich.

„Ist das der Betrüger, den ihr sucht?" Der Tonfall der Amazone macht klar, dass sie nicht viel von diesem Kerl hält. Taran geht auf das Bündel zu und kniet sich neben ihn. Vorsichtig dreht er den Mann auf den Rücken und beginnt, dessen Taschen zu durchsuchen. Außer ein blutiges Tuch mit Initialen bestickt, findet er nichts. Der Krieger hält das Tuch seinem Freund vor die Nase, sodass dieser es ebenfalls genauer betrachten kann.

„M", liest er den Buchstaben.

„Steht für Mariella, das ist ihr Tuch, also haben wir unseren Betrüger", fasst Taran die Tatsachen zusammen.

„Gebt ihn uns mit und wir verlassen euer Land wieder." Die Königin blickt die beiden nun gehässig an.

„Magier hin oder her! Ihr seid unbefugt in unser Land eingedrungen! Darauf steht der Tod!" So langsam nervt ihn das Ganze! Er murmelt bereits eine Spruch, als die Prinzessin das Wort ergreift.

„Mutter! Verzeiht, meine Königin. Ich weiß, die beiden haben ihr Leben verwirkt, als sie unser Land betraten, jedoch, wenn sie bereit wären unseren Wegezoll zu bezahlen, dann könnten sie als freie Männer gehen und das Stück abschaum mitnehmen." Die Königin blickt ihre Tochter einige endlos erscheinende Augenblicke an bevor sie sich an Taran und Xystos wendet.

„Seid ihr bereit uns zu bezahlen?", will sie von den beiden Männern wissen.

„Wenn uns das hier ohne weiteres Blutvergießen raus bringt, dann bezahlen wir!", antwortet Taran leicht genervt.

„Du bist dir sicher, Tochter?"

Kara nickt ihrer Mutter zu. Sie bewegt sich langsam mit schwingenden Hüften auf die beiden Männer zu.

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Great Character

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Strong Dialog

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