Prolog
Wie weit würdest du gehen
Um deine Liebe zu schützen?
Würdest du töten?
Wie lange würdest du warten
Um sie wieder zu erlangen?
Eine Ewigkeit?
Was würdest du tun, wenn dein größter Wunsch in Erfüllung geht?
Du aber merkst, dass gerade das dich. vernichtet?
Du versuchst es rückgängig zu machen, deinem Schicksal einen Sinn zu geben, doch es ist zu spät.
Nach langer Suche, den Ausweg nicht findend, begreifst du, dass das was geschehen ist unvermeidbar war.
Und du stellst dir die Frage, wer dein Leben vorschreibt, und warum du da verdammt noch mal keinen Einfluss drauf hast.
Und für einem Augenblick blieb die Welt stehen. Sie lässt ihn atmen. In dem Moment verweilen. Sein Schatten umschmeichelte sie, wollte sie nicht wecken.
„Still, sei still!“ Seine Stimme halte in ihm selbst wieder.
Ihr Körper war in seiner Umarmung einhüllt. Er war nur ein Schleier, der seinen Weg zurückgefunden hatte. Unsichtbar für einen Menschen, seine Gestalt verbergend.
Bloß ein schwarzer Schatten, der über ihr ruhte, wie eine schützende Decke auf ihr lag. Dann löste sich seine Hand aus dem Nebel, der sie vollkommen einnahm.
Er berührte sie, fuhr mit seinen Fingern über ihre Haut. Sie wanderten an ihrem Arm entlang, eroberten still ihre Brust und entlockten ihr ein leises Stöhnen. Es fühlte sich wie ein Verbot an und doch konnte er nicht widerstehen.
Seine Hand ausgefüllt. Weiches Fleisch genau für ihn gemacht. Er konnte sich nicht stoppen und fuhr mit seinen Fingern weiter.
Er möchte mehr, gab seiner Gestalt Form. Noch immer ließ er nicht sein ganzes Wesen zu. Nur seine Augen, sein Gesicht.
Schlieslich verweilte sein Gesicht nur Zentimeter über ihrem.
Sie schlief, ließ sich nicht wecken.
Seine Augen verschlangen ihre Gegenwart. Endlich hatte er sie abermals gefunden. Diese Frau gehörte ihm, sie war sein Geburtsrecht.
Ihre Existenz verändert alles.
Das grün seiner Augen, durchbrach die Dunkelheit der Nacht. Er dachte nicht darüber nach, ob seine Gegenwart Furcht in ihr auslöste. Nur sein Bedürfnis zählte.
Seine Finger fuhren weiter, streichelten ihren Schenkel. Blieben am Knie haften und eroberten ihre Schenkelinnenseite. Er entlockte ihr ein weiteres Stöhnen.
Sie war ein Mensch. Ein Schattenbild.
Bald würde er sie verschlingen. Er brauchte ihre Liebe, um kein Monster mehr zu sein. Er wollte töten, er wollte grausam sein und doch hatte, das Bedürfnis sich gewandelt.
Sie sollten ihren Tod verdienen, sie sollten büssen und darum betteln. Grausamkeit für die, die grausam waren.
„Materialesiere dich. Sofort!“ forderte sie plötzlich.
Ihre Augen schauten ihn mit gespielter Strenge an. Ein wissendes Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie war erwacht und spürte sein Verlangen, das zu ihrem wurde. Längst hatte sie die Scheu vor ihm verloren.
Er gehorchte.
Der Nebel zog sich zusammen, bildete in unfassbare Geschwindigkeit, eine menschliche Gestalt. Nun lag sein Körper schwer zwischen ihren Schenkeln. Er bettete seinen Kopf auf ihrer Brust und genoss ihre Furchtlosigkeit, ihr Vertrauen.
Sie grub ihre Finger in sein Haar, atmete seinen Duft ein.
Er war ein Auron und gehörte ihr.
Und die Erinnerung verblaste, was blieb war diese unbändige Wut. Immer wieder dasselbe Szenario.
Er brauchte sie, er liebte sie, er tötete.