Prolog
»Sie werden dir dein Herz aus der Brust reißen, darauf herumtrampeln und es als Kunstwerk an die Wand hängen. Und du wirst sie trotzdem lieben, mit jeder Faser deines Körpers.«
Lydia
»Hallo, Love. Willkommen in unserem Spiel. Du willst überleben? Dann hör gut zu. Ich stelle die Regeln auf. Und ich breche sie, wann immer ich will. Bist du dafür bereit?«
Mace
Sie hatten mich gewarnt. Nicht direkt. Nicht mit Worten.
Und vielleicht...
Vielleicht hatte ich ihre Warnungen mit voller Absicht ignoriert. Vielleicht wollte ich mich verlieren – in ihnen.
In ihrem Feuer, das mich verbrannte.
In ihrer Kälte, die mich taub machte.
In ihrem Schmerz, der süßer war als alles, was ich je gefühlt hatte.
Ich weiß nicht, wann es begann. Wann aus Nähe ein Spiel wurde. Wann aus Neugier ein Flächenbrand wuchs. Wann aus Lügen eine Sucht entstand, der ich nicht mehr widerstehen konnte.
Wenn du mich heute fragen würdest, ob ich gegangen wäre, wenn ich gewusst hätte, wie es endet? Ich würde lügen.
Auch wenn ich mich in ihrer Nähe jedes Mal ein bisschen mehr verlor, auch wenn mich ihre Dunkelheit immer mehr verschlang, ich würde bleiben.
Weil irgendetwas in ihrer Dunkelheit mich hielt. Weil irgendetwas in ihnen mich verstand. Mich sah. Und weil sich genau das – so verdammt falsch es auch war – nach Zuhause anfühlte.
Elaine