Kapitel 1
Gedämpfte Stimmen drangen in meine Ohren, doch ich war müde. Ich versuchte, meine Augen zu öffnen, doch sie fühlten sich zu schwer an. Ich war erschöpft. Etwas zog mich zurück in den Nebel - tiefschwarz und unbeschwert.
Als ich das nächste Mal zum Bewusstsein kam, klappte das mit dem Augen öffnen schon etwas besser.
Ich konnte Licht erkennen, erneut Stimmen hören. Sie waren panisch, doch ich konnte nicht verstehen, was sie sagten. Es fühlte sich an, als hätte ich die Sprache verlernt, die sie sprachen. Sie waren zu weit weg.
Erneut wurde ich von der Schwärze verschluckt.
Jemand berührte mich an der Schulter, flüsterte etwas in mein Ohr. Ich spürte seinen Atem und schnappte erschrocken nach Luft, als mir jemand eine Nadel in die Haut stach.
Zumindest vermutete ich eine Nadel, doch ich konnte nicht klar denken.
Mein Gehirn fühlte sich an wie Wackelpudding - in Nebel gehüllt.
Meine Augenlider ließen sich diesmal fast problemlos öffnen.
Helles Licht ließ mich erschrocken blinzeln.
Jemand rief etwas und ich sah einen Mann in weißem Kittel vor mir stehen.
Die Umgebung war verschwommen.
Ich schloss meine Augen. Mein Kopf pochte.
Ich wusste nicht, ob ich geschlafen oder ohnmächtig gewesen war, als ich das nächste Mal zu Bewusstsein kam.
Diesmal fühlte sich mein Kopf besser an, als wäre ein Teil des Nebels verschwunden.
Etwas schoss durch meinen Kopf, doch ich konnte es nicht festhalten.
Wer war ich? Wo war ich?