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Er wohnt hinter dem Wald

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Summary

Der kleine Martin steht am verschneiden Waldrand und denkt an letztes Jahr. "Er wohnt hinter dem Wald" geht ihm durch den Kopf und er beginnt seine Reise.

Status
Complete
Chapters
1
Rating
n/a
Age Rating
13+

Er wohnt hinter dem Wald

Es hat aufgehört zuschneien, Martin steht mit dem Rücken vor dem Haus von ihm und seinen Eltern. Vor ihm erstreckt sich ein zugeschneites Feld, das sich zwischen einem Wald und dem Gebäude befindet. In der Sonne glitzert der grellweiße Schnee in vielen Farben, als hätte jemand kleine Diamanten in ihn gesteckt.

»Er wohnt hinter dem Wald«, dieser Gedanke wandert immer wieder durch seinen Kopf. Eingepackt in seine Schneejacke und -hose ist ihm nicht kalt. Die rot, blau und weiß gestreifte Mütze, die seine Mutter für ihn gestrickt hat, und die gefütterten Winterstiefel wärmen ihn an diesem kalten Wintermittag. Sein Outfit wird von einem langen grün-roten Schal mit weißen Sternen, Tannenbäumen und Rentiere vervollständigt. Zugegeben, er passt nicht zu den restlichen Kleidungsstücken, die in Braun und Grau gehalten sind.

»Er wohnt hinter dem Wald«, mit diesen Worten beginnt er seinen Weg über die weiße Landschaft in Richtung der Bäume. Der Schnee ist nicht hoch, vielleicht fünf Zentimeter, trotzdem ist der Weg beschwerlich für den kleinen Jungen. Immer wieder sinkt er an der einen oder anderen Stelle ein. Aber er geht unermüdlich seinen Weg.

»Er wohnt hinter dem Wald.« Als Martin den Feldrand erreicht, dreht er sich um. Er blickt zurück, sieht von Weitem das Licht in der Küche und das Flackern aus dem Wohnzimmer, und lässt ihn wehmütig werden. Dort ist es geheizt und gemütlich. Aus dem Schornstein steigt Rauch und bei diesem Anblick denkt er an die Plätzchen seiner Mutter und den warmen Kakao, den sie dazu immer reicht. Es hilft nichts, er möchte zu dem Mann mit dem roten Mantel und weißem Bart.

»Hinter dem Wald wohnt er«, spricht er langsam, laut und motivierend zu sich, um seine Ängste zu vertreiben, die er hat, wenn er sich den dunklen Wald vorstellt, durch den er jetzt gehen wird. Ein Feldweg trennt den Acker von dem Wald. Ein Forstweg führt in ein Gewirr von Bäumen.» Nur durch den Wald und dann bin ich da!«, wiederholt er voller Zuversicht und geht den Weg entlang. Schneebedeckt nicht vollständig das Laub auf dem Boden zwischen den riesigen Stämmen, an denen sich Äste mit grünen Zweigen befinden, die leicht von Weiß bedeckt sind. Es sieht aus, als hätte jemand mit einem Sieb Mehl darüber gestäubt und nicht auf Gleichmäßigkeit geachtet. Sonnenstrahlen schaffen es immer wieder, den Wald nicht zu düster erscheinen zu lassen. Die Schneeinseln leuchten gelegentlich auf den Boden wie kleine weiße Leuchtfeuer, die er bei einem Besuch des Flughafens beobachten konnte. An einer Gabelung bleibt er vor einem Wegweiser stehen. Martin kann nicht lesen, so schaut er traurig zu den Schildern und kämpft gegen seine Tränen, die sich einen Weg bahnen wollen. Ganz verloren steht er mitten auf der Kreuzung, als ein Eichhörnchen ein paar Meter vor ihm erscheint. Sein rotbraunes Fell leuchtet in der Sonne. Es sieht aus, als würde ein Strahler im Theater auf ihn gerichtet sein. »Hallo Kleines. Weißt du, wo es zum Haus des Mannes, mit dem weißem Bart und roten Mantel geht? Ich weiß nicht mehr den genauen Weg.« Es schaut Martin an und neigt den Kopf. Dann klettert es flink auf das Brett, das den Pfad weiterführt, aus dem Martin gekommen ist. »Vielen Dank mein kleiner Freund.« Martin wischt eine Träne weg, die es aus seinem Auge geschafft hat. Er geht tapfer und voller Hoffnung weiter. Nach ein paar Metern folgt er einer Kurve und steht vor dem Haus, das er suchte. Es ist ein kleines weihnachtlich geschmücktes Gebäude am Rand eines Dorfes. Es ist mit Zweigen und bunten Lichtern dekoriert und neben dem Haus, vor einem Gehege mit Rentieren, steht ein prächtiger Schlitten. Die Tür öffnet sich, ein Mann mit einem roten Bademantel steht im Türrahmen. Sein weißer Bart ist herrlich, sowie es Martin in Erinnerung hat.» Martin, was machst du hier?« Er wartet die Antwort nicht ab und fordert den kleinen Jungen auf, ins Haus zutreten. Am Abend sitzt Martin mit Keksen und warmen Kakao vor dem Kamin in der Stube. Er kuschelt sich an seinen Opa und ist froh, dass seine Eltern gekommen sind und nicht mit ihm geschimpft haben.“ Er wohnt hinter dem Wald und Weihnachten sollte für immer so sein”, mit dem Gedanken fallen ihm die Augen zu und er schläft friedlich ein.

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Good Writing

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Compelling Plot

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